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Erste Specs zu PCI-X 2.0 und PCI-Express

24.07.2002 | 17:30 Uhr |

Die "PCI Special Interest Group" ist in diesen Tagen recht fleißig. Am Dienstag wurden die ersten Spezifikationen zu den PCI-Standards der Zukunft verabschiedet. Vor allem für die erst als NGIO, dann Arapahoe und schließlich PCI-Express bekannte Schnittstelle geht damit ein langwieriger Standardisierungs-Prozess zu Ende.

Die "PCI Special Interest Group" ist in diesen Tagen recht fleißig. Am Dienstag wurden die ersten Spezifikationen zu den PCI-Standards der Zukunft verabschiedet, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet.

Vor allem für die erst als NGIO, dann Arapahoe und schließlich PCI-Express bekannte Schnittstelle geht damit ein langer Standardisierungs-Prozess zu Ende.

Während PCI-Express einen Neuansatz mit seriellen Strukturen darstellt, ist PCI-X 2.0 die letzte Erweiterung des parallelen PCI. Die PCI-Karten in Desktop-PCs arbeiten mit einem 32 Bit breiten Bus bei heutzutage als gemächlich zu bezeichnenden 33 Megahertz, was effektive 127,2 Megabyte pro Sekunde ergibt. Die PCI-SIG rechnet jedoch auf 1000er-Basis, daher stammen die oft verbreiteten 133 Megabyte pro Sekunde.

Für Server und Workstations sind mit kommenden Interfaces wie 10-Gigabit-Ethernet oder iSCSI jedoch längst höhere Bandbreiten erforderlich. Deshalb bietet PCI-X 2.0 jetzt nicht nur die schon verbreiteten 64-Bit-Steckplätze für PCI-Karten. Zusätzlich wurden mit "PCI-X 266" und "PCI-X 533" zwei weitere Protokolle definiert. Bei ersterem werden mit der steigenden und fallenden Taktflanke Signale übertragen, das andere arbeitet ähnlich wie Intels "quad pumped"-Bus des Pentium 4.

Die elektrischen Spezifikationen für PCI-X 2.0 will die SIG "in den kommenden Wochen" vorlegen, mit ersten Produkten ist demnach noch in diesem Jahr zu rechnen. Die neuen PCI-X-Karten werden weiterhin abwärtskompatibel sein, und auch in 32-Bit-Slots passen - auch wenn sie dort keinen rechten Sinn machen. Für die Entwickler geht es bei der ständigen Kompatibilität der PCI-Versionen vielmehr um Investitionsschutz für angeschaffte Software und Test-Equipment.

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