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Erste Malware für Windows Vista gesichtet

05.08.2005 | 09:42 Uhr |

Ein möglicher Bestandteil von Windows Vista wurde zum Ziel eines österreichischen Hackers. Dieser hat laut F-Secure den mutmaßlich ersten Virus für das kommende Windows veröffentlicht.

Windows Vista ist noch in weiter Ferne, doch schon überprüfen Hacker den Code der Software anhand der verfügbaren Betaversionen auf Sicherheitslücken. Die mutmaßlich erste Malware, die speziell für Windows Vista geschrieben wurde, hat ein Hacker aus Österreich veröffentlicht, meldet F-Secure .

Der Angriff wird durch die neue Command Shell "Monad" ermöglicht, die in die Vista integriert werden soll. Die Malware wurde am 21. Juli im Rahmen eines Virus-Tutorials für die Hackergruppe "Ready Ranger Liberation Front" veröffentlicht. Der Autor der Malware, der sich "Second Part To Hell" nennt, lebt laut Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure, in Österreich.

Die Malware richtet in der jetzigen Form keinen Schaden an und ist somit als "Proof of Concept" einzustufen. Erstaunlich ist dabei die Geschwindigkeit, in der der Schädling veröffentlicht wurde. Hyppönen zufolge vergingen nur acht Tage zwischen der Veröffentlichung der Vista-Beta und dem Auftauchen der Malware. F-Secure hat der neuen Virus-Familie den Namen "Danom" verpasst (Monad rückwärts gesprochen).

Damit stellt sich allerdings die Frage, ob Monad, dessen Scripting-Fähigkeiten wohl nur von erfahrenen Anwendern genutzt werden, überhaupt grundsätzlich unter Windows Vista aktiviert beziehungsweise in den Standard-Versionen integriert sein muss, so Hyppönen.

Microsoft ist in diesem Zusammenhang ein gebranntes Kind: Mit dem Windows Script Host, einer ähnlichen Komponente, die in Windows 2000 integriert war, erhielten Hacker ein Einfallstor, das sie rege nutzten.

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