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Erste HD-Film-DVDs kommen Ende 2005

29.11.2004 | 13:59 Uhr |

Der Kampf um die Vorherrschaft beim künftigen High-Definition-DVD-Format hat begonnen. Dabei können die Unternehmen rund um die HD-DVD bereits einen ersten Erfolg für sich verbuchen.

Im Kampf gegen Blu-ray können die Unternehmen hinter dem Alternativ-Format HD-DVD einen ersten Erfolg für sich verbuchen. So werden gegen Ende 2005 erste Filmtitel im hochauflösenden Format per HD-DVD unters Volk gebracht werden. Eine diesbezügliche Vereinbarung konnte die HD-DVD-Gruppe jetzt mit Paramount Pictures, Universal Pictures, Warner Bros. Pictures und New Line Cinema abschließen. Um welche Filme es sich im Detail handeln wird, ist noch nicht bekannt.

Damit haben sich jetzt erstmalig einzelne Filmstudios auf die Seite eines der kommenden Formate gestellt - mit Ausnahme von Sony Pictures, das, wie seine Mutter Sony, Blu-ray unterstützen wird.

Sowohl Blu-ray- als auch HD-DVD-Medien werden mit einem blauen Laser ausgelesen, sind aber zueinander nicht kompatibel. Es bahnt sich somit ein ähnliches Format-Wirrwarr an, wie seinerzeit zwischen VHS und Betamax oder aktuell bei DVD- und DVD+.

Hinter HD-DVD stehen vor allem Toshiba und NEC, zudem handelt es sich dabei um das offizelle, vom DVD-Forum entwickelte Nachfolgeformat zur DVD.

Blu-ray wird von Dell, Hewlett-Packard, Hitachi, LG Electronics, Matsushita Electric Industrial (Panasonic), Mitsubishi Electric, Philips Electronics, Pioneer Electronics, Samsung Electronics, Sharp, Sony, TDK und Thomson Multimedia unterstützt. Auch für die kommende Playstation 3 ist der Einsatz von Blu-ray vorgesehen.

Bislang sind lediglich Hardware-Produkte für Blu-ray in Japan im Handel erhältlich. Diese sind allerdings mit Preisen von rund 3000 Dollar sehr teuer. Toshiba will Anfang 2005 einen HD-DVD-Player auf den Markt bringen, der unter 1000 Dollar kosten soll. Auch die Produzenten von HD-DVD-Medien haben ihre Testfertigungen abgeschlossen und stehen hinsichtlich der Massenproduktion in den Startlöchern.

Für Endanwender ergibt sich somit das gleiche Dilemma, wie bei der anfänglichen Wahl zwischen DVD+ und DVD-. Hier konnten die Bedenken erst ausgeräumt werden, als Geräte verfügbar waren, die beide Standards unterstützen. Inwiefern dies auch beim Kampf zwischen Blu-ray und HD-DVD möglich sein wird, ist bislang nicht bekannt.

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