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Erste Geräte mit Crusoe-Chip in Sicht

Das erste Produkt, das den Transmeta-Chip Crusoe einsetzt, soll im Juni auf der PC Expo in New York vorgestellt werden. Firmenvertretern zufolge steht noch nicht fest, ob es sich dabei um ein richtiges Notebook oder um ein so genanntes Informationsgerät mit Internet-Zugang handelt.

Auf jeden Fall gibt es zwei Versionen des Software-basierten Prozessors: Der TM3120 mit 400 MHz ist für mobile Kleingeräte auf Linux-Basis - etwa Handhelds mit Internet-Zugang - konzipiert. Er verfügt über einen 108-KB-Cache, wird in 0,22-Mikron-Technik gefertigt und verbraucht ein Watt Energie.

Die 700-MHz-Variante TM5400 soll in Notebooks zum Einsatz kommen. Sie hat einen Cache von 400 KB, wird in 0,18-Mikron-Technik hergestellt und verbraucht ebenfalls ein Watt. Außerdem verfügt der Notebook-Chip über das so genannte Long-Run-Powermanagement, das ähnlich wie Intels Speedstep-Technik funktioniert.

Im Gegensatz zu herkömmlichen CPUs basieren die Crusoe-Chips in erster Linie auf Software und verbrauchen wesentlich weniger Energie. Während Energieverbrauch und Prozessorgeschwindigkeit normalerweise davon abhängen, ob das Notebook von Akkus oder vom Stromnetz gespeist wird, richten sich die beiden Größen bei den Transmeta-Prozessoren nach der jeweiligen Anforderung durch die Software. Im Schlafmodus sollen lediglich 20 Milliwatt verbraucht werden: "Damit können Sie Wochen später zu Ihrem Gerät zurückkehren, und es wird immer noch laufen", so ein Firmensprecher. (PC-WELT, 20.05.2000, sp)

Crusoe-Chip von Transmeta

Phoenix liefert BIOS für Crusoe (PC-WELT Online, 27.1.2000)

Diamond integriert Crusoe-Prozessor (PC-WELT Online, 21.10.99)

Transmeta lüftet Crusoe-Geheimnis (PC-WELT Online, 20.1.99)

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