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Erste Eindrücke von Sonys GPS-CS1 für Digitalkameras

11.08.2006 | 10:46 Uhr |

Das Sony GPS-CS1 zeichnet alle 15 Sekunden die aktuellen GPS-Daten auf. Mit der mitgelieferten Software GPS-Image-Tracker kann man diese GPS-Positionen später mit digitalen Fotos (bevorzugt von einer Sony-Kamera) verbinden (dazu schreibt die Software die GPS-Position in die Metadaten der JPEGs) und weiß dann genau, wo jedes Foto aufgenommen wurde. Jetzt haben unsere US-Kollegen das Sony GPS-CS1 erstmals in den Händen gehalten.

Letzte Woche hat die PC-WELT von einem GPS-Tool für Digitalkameras berichtet . Mittlerweile konnten unsere Verlagskollegen aus den USA einen ersten Blick auf das Sony GPS-CS1 werfen.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass die Uhrzeit der Digitalkamera korrekt eingestellt ist. Denn nur dann klappt später die korrekte Zuordnung zwischen den Fotos und den GPS-Daten anhand der jeweiligen Uhrzeit.

Am Sony GPS-CS1 selbst muss man die Uhrzeit nicht manuell einstellen. Das Zeitsignal wird zusammen mit dem GPS-Positionssignal übermittelt, die Uhrzeit ist also immer aktuell.

Der erste Test unserer US-Kollegen verlief nach deren Worten überzeugend. Zwar verlor das GPS-CS1 immer wieder mal das GPS-Signal, doch macht die Tester dafür den generell schwierigen Empfang zwischen den Hochhäusern in Japans Hauptstadt Tokio verantwortlich, wo das Gerät getestet wurde.

Das Problem mit dem zeitweise nicht empfangbaren GPS-Signal brachte den Testern aber eine interessante Erkenntnis: Auch wenn das GPS-CS1 zeitweise keine Position aufzeichnet, kann man die während dieser GPS-losen Zeit aufgenommenen Fotos später trotzdem einigermaßen lokalisieren. Denn die mit dem GPS-CS1 mitgelieferte Software Sony-GPS-Image-Tracker weist den Fotos, die während des Ausfalls des GPS-Signals aufgenommen wurden, die zeitlich nächstliegende, vorhandene GSP-Position zu. So erreicht man zumindest eine annähernd richtige Positionsbestimmung.

Sony hat das GPS-CS1 zunächst für das Zusammenspiel mit hauseigenen Digitalkameras entwickelt. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob sich die mit dem GPS-CS1 ermittelten Positionsdaten auch JPEGs zuweisen lassen, die mit Digitalkameras anderer Hersteller aufgenommen wurden. Theoretisch müsste das möglich sein, wie Sony meint, da sowohl die GPS-Daten als auch die JPEG-Metadaten allgemeine Standards seien. Das gilt aber nur für Kameras, die JPEG-Bilder mit EXIF-2.1-Metadaten erstellen. Doch Sony wollte die Kompatibilität nicht verbindlich zusichern und garantiert das Zusammenspiel mit dem GPS-CS1 nur für seine eigenen Digitalkameras.

Daraufhin machten die US-Kollegen den Test mit einer Pentax Optio und einer Nikon D70. Und waren positiv überrascht: Die GPS-Image-Tracker-Software konnte die GPS-Daten den JPEGs problemlos zuordnen.

Das GPS-CS1 soll im September in den USA und Japan für um die 150 Dollar (zirka 125 Euro) auf den Markt kommen.

GPS-Ergänzung für Digitalkameras (PC-WELT Online, 02.08.2006)

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