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Erste Eindrücke von Samsungs neuen Ultra-Slim Handys

30.03.2006 | 10:02 Uhr |

Gestern präsentierte Samsung im Hamburger East Hotel noch einmal der Presse seine neue Kollektion an ultraflachen Slim Phones, nachdem sie bereits Anfang November vorgestellt wurde. Die angereisten Journalisten konnten sich von der Qualität der Modelle überzeugen und sie eigenhändig genauer unter die Lupe nehmen.



Im Vorfeld erläuterte der Marketing Manager von Samsung die Produktstrategie, die man mit der Slim-Reihe eingeschlagen hat. Demnach wollen die Koreaner in puncto Design neue Maßstäbe setzen und auf Grundlage von Konsumentenbefragungen das ideale Slim Phone entwickeln. Dieser Perfektionismus soll sich vor allem im gewählten Material, dem Design, der Bedienerfreundlichkeit, der Funktionalität und der Zuverlässigkeit des Geräts ausdrücken.

Dabei wurde man nicht müde zu betonen, dass Samsung nicht erst als Reaktion auf den großen Erfolg des Konkurrenzmodells Motorola Razr V3 eine eigene ultraflache Designlinie entwickelt hat, sondern bereits zwei Jahre zuvor solche Slim-Modelle auf den koreanischen Markt brachte und diese Produktreihe nun konsequent fortführt - einen gewissen Zusammenhang wird man aber wohl kaum abstreiten können.

Anschließend ging Samsung näher auf die präsentierten Handys ein, die sich nach der Art des Öffnungsmechanismus grob in drei Gruppen unterteilen lassen: Slider-, Folder- und Candybar-Handys. Alle drei Gruppen richten sich gezielt an Business-User, wobei für jeden Geschmack ein Modell dabei sein soll. Zu den Slider-Handys gehören das D800 und das D820: das D800 ist vor allem für Stilbewußte geeignet, während das D820 insbesondere anspruchsvolle Anwender ansprechen soll. Obwohl sie auf dem ersten Blick, abgesehen von der drehbaren Kamera und der angehobenen Gehäuseunterseite beim D820, nahezu identisch aussehen, bietet das D820 einiges mehr an Ausstattungsmerkmalen. Während es sich beim D800 um ein Triband-Gerät mit einem 2 Zoll großen QVGA-Display, Mono-Lautsprecher und Bluetooth 1.2 Schnittstelle handelt, bietet das Quadband-Handy D820 ein 2,12 Zoll großen QVGA-Bildschirm, Stereo-Lautsprecher und eine Bluetooth 2.0 Schnittstelle (hiermit ist u.a. eine höhere Reichweite möglich).



Der interne Speicherplatz des D820 liegt zwar mit 78 MByte unter dem des D800 mit 90 MByte, dafür lässt sich der Speicher nur beim D820 mit einer MicroSD-Karte aufrüsten. Trotz dieser Unterschiede haben beide Geräte den Document Viewer und den TV-Ausgang gemein. Darüber hinaus bieten sie Sprachsteuerung sowie mobiles Drucken und der Klang soll auch ohne Headset bei beiden Slidern sehr ?stark? sein.

Die UMTS Folder-Handys Z510 und Z540 richten sich ebenfalls an stilbewußte Nutzer bzw. an ? wie es Samsung ausdrückt - Lifestyle-affine Profis. Sie unterscheiden sich in erster Linie durch die Anbringung der MP3-Bedienungstasten, die sich beim Z510 an der Seite und beim Z540 auf der Oberklappe befinden. Außerdem bietet das Z540 als einziges der beiden Folder-Handys einen Speicherkarten-Slot, der für MicroSD-Karten geeignet ist.


Besonderes Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem extravaganten Candybar-Handy P300 , das den Namen Ultra-Slim mit seinen 8,9 mm vielleicht mehr als jedes andere Handy verdient hat. Es erinnert mehr an einen billigen Taschenrechner, denn an ein Mobiltelefon.

Einen gewissen Schick erlangt es durch die hochwertige Verarbeitung, denn als Material wurde kein Plastik, sondern ausschließlich Edelstahl verwendet. Dadurch erlangt es - wie auch die anderen Slim-Modelle ? eine gewisse Robustheit. Außerdem wird es in einer Ledertasche ausgeliefert, in der sich ein zweiter Akku befindet und somit die Ausdauerzeit des P300 erheblich verlängert.


Alle auf der Veranstaltung vorgestellten Slim-Phones werden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres als freie Geräte erhältlich sein, wobei dies bei den UMTS-Handys nicht eindeutig geklärt ist. Da es sich um Premium-Geräte handelt, sind sie in der oberen Preisklasse angesiedelt - die Preisspanne bewegt sich zwischen 450 und 600 Euro. Angesprochen auf die Frage, warum die Geräte nur über eine 1,3 Megapixel-Kamera verfügen, erwiderte der Marketing Manager, dass sich die Kunden mit einer solchen Auflösung zufrieden gezeigt hätten und zur Zeit nicht mehr verlangen. Er begründete dies mit dem begrenzten Speicherplatz und den langen Datenübertragungszeiten, die auch im UMTS-Zeitalter nicht ausreichend verkürzt werden konnten.

Im nächsten Jahr werden allerdings ein Camphone mit 3-Megapixel-Kamera erscheinen und neue Marktsegmente anvisiert. Es sollen vermehrt Smartphones von Samsung mit dem Symbian Betriebssystem und Mobiltelefone wie das E760 mit 3D-Bewegungserkennung auf den Markt kommen. Auch auf der erfolgreichen Trendwelle von Sony Ericssons Walkman-Handys will Samsung im kommenden Jahr mit einem eigenen Konkurrenzangebot mitreiten.

Mehr Informationen:
» Alle vorgestellten Slim Phones in der Übersicht
» Datenblatt | Mehr Bilder zum Samsung SGH-Z510
» Datenblatt | Bildergalerie zum Samsung SGH-Z540
» Datenblatt | Mehr Bilder zum Samsung SGH-D800
» Datenblatt | Bildergalerie zum Samsung SGH-D820
» Datenblatt | Mehr Bilder zum Samsung SGH-P300

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