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Erprobungsprojekt für den DMB-Standard in NRW

04.04.2006 | 17:15 Uhr |

Dass Handy-TV zur Fußball WM 2006 in Deutschland verfügbar sein wird, bezweifelt angesichts der unzähligen Ankündigungen der Netzbetreiber kaum noch jemand. Es stellt sich lediglich noch die Frage, in welchem Umfang dieser neue mobile Dienst Erfolg haben wird und welcher Standard sich schlussendlich durchsetzt. Hier zeichnet sich ein wahres Wettringen zwischen dem vom salonfähigen DVB-T abgeleiteten Standard DVB-H und der auf dem Digitalradio-Standard DAB basierenden DMB-Technik ab, die in Südkorea bereits seit Sommer 2005 erfolgreich erprobt wird. Während T-Mobile dem DVB-H Standard den Vorzug gab und das Land Berlin die Forschung an dieser Technik bereits mit finanziellen Mitteln unterstützt, stecken Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen ihr Geld lieber in die Verbesserung und den Aufbau von DMB.



Jetzt ist man in Nordrhein-Westfalen noch einen Schritt weitergegangen, so dass sich dort mittlerweile mit ziemlicher Sicherheit abzeichnet, welcher Übertragungsstandard endgültig das Rennen machen wird. Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat ein Erprobungsprojekt zur Einführung von mobilen Rundfunkdiensten im DAB-/DMB-Standard ausgeschrieben. Die Ausschreibung läuft bis zum 26. Januar 2006, danach wird einem der Bewerber die Durchführung eines zeitlich befristeten Versuchsprojekts mit privaten oder öffentlich-rechtlichen Rundfunkdiensten im DMB-Standard zugewiesen, um den Einstieg in den Regelbetrieb zu erproben. Sollte sich dieses Versuchsprojekt als erfolgreich erweisen, wovon derzeit ausgegangen werden kann, würde sich eine Spaltung des Übertragungsstandards zwischen den nord- und süddeutschen Länder weiter abzeichnen.

Mehr Informationen:
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