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Erpresser soll Millionen von Nokia kassiert haben

18.06.2014 | 14:08 Uhr |

In einer Tüte auf einem Parkplatz - weil er den Signatur-Schlüssel für die Nokia-Symbian-Handys in seine Gewalt bringen konnte, soll Nokia einem Erpresser mehrere Millionen Euro gezahlt haben.

Wie der finnische TV-Sender MTV meldet , soll Nokia mehrere Millionen Euro an einen Erpresser gezahlt haben. Dieser habe im Jahr 2007 damit gedroht, den Signatur-Schlüssel aller Symbian-Handys zu veröffentlichen. Die finnische Polizei soll das bestätigt und zugegeben haben, dass der Fall noch immer ungelöst sei. Zwar wollte die Polizei keine Details verraten, so berichtet es MTV, doch habe man eingeräumt, dass es sich um einen beachtenswerten Geldbetrag handele.

Der Signatur-Code für die Symbian-Handys soll nur ein paar Kilobyte groß sein. Wäre der Code an die Öffentlichkeit gelangt, so hätten Hacker schadhafte Apps in den Umlauf bringen können, die sich als von Nokia abgesegnet getarnt hätten und so leicht auf die Symbian-Geräte gelangt wären. 2007 hatte Nokia eine noch wesentlich größere Verbreitung auf dem Handy-Markt als heute. Laut MTV soll damals noch die Hälfte aller Handys weltweit von Nokia produziert worden sein. Nokia habe sich darum damals entschlossen, das Geld zu zahlen. Der Erpresser habe damals versprochen, die Signatur nicht für böse Zwecke einzusetzen. Wie der Schlüssel aber an den Erpresser gelangt war, ist unklar.

Laut MTV News hatte sich Nokia zunächst an die Polizei gewandt. Das Lösegeld habe man in der finnischen Stadt Tampere übergeben, in einer Tüte auf einem Parkplatz in der Nähe eines Vergnügungsparks. Doch dann lief etwas schief. Der Erpresser konnte das Geld an sich nehmen und die Polizei abschütteln. Der Fall ist immer noch ungelöst, berichtet der TV-Sender.

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