Erneute Durchsuchung bei "Far Cry"-Entwickler Crytek

Montag den 29.03.2004 um 16:02 Uhr

von Markus Pilzweger

Die Büroräume von Crytek, dem Entwicklerstudio des hochgelobten Shooters "Far Cry", sind am Freitag erneut von Gerichtsvollziehern, Gutachtern und Polizeibeamten durchsucht worden. Dies teilte die Business Software Alliance heute mit. Erste Analysen deuten auf unlizenzierte Anwendungs-Software im sechsstelligen Euro-Bereich hin, so der Verband.
Die Büroräume von Crytek , dem Entwicklerstudio des hochgelobten Shooters "Far Cry", sind am Freitag erneut von Gerichtsvollziehern, Gutachtern und Polizeibeamten durchsucht worden. Dies teilte die Business Software Alliance (BSA) heute mit. Erste Analysen deuten auf unlizenzierte Anwendungs-Software im sechsstelligen Euro-Bereich hin, so der Verband. Insgesamt 120 Rechner wurden der Mitteilung zufolge auf Raubkopien hin untersucht.

Bereits im Februar fanden wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz Durchsuchungen bei Crytek statt. "Schon bei der ersten Aktion Anfang Februar haben wir Crytek eindringlich auf die unmittelbaren Gefahren und drohenden Konsequenzen beim Gebrauch unlizenzierter Software aufmerksam gemacht", betont Georg Herrnleben, Regional Manager Zentraleuropa der BSA. "Obwohl das Unternehmen kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Spiels stand, wurden unsere Warnungen nicht ernst genommen. Durch das Fehlen von Software-Management-Prozessen, aber auch durch den Fehler dieses Versäumnis nicht rechtzeitig nachzuholen, hat sich das Unternehmer jetzt selber fahrlässig in diese Situation gebracht."

Herrnleben weiter: "Gerade Unternehmen aus der Kreativbranche werden stark durch den Diebstahl geistigen Eigentums geschädigt. Aus diesem Grund hätten wir besonders bei Crytek ein höheres Verantwortungsbewusstsein erwarteten können."

Far Cry: Singleplayer-Demo ist indiziert (PC-WELT Online, 09.03.2004)

Montag den 29.03.2004 um 16:02 Uhr

von Markus Pilzweger

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