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Erfolgreiche Unternehmen haben einen CIO im Vorstand

04.08.2006 | 14:00 Uhr |

Der IT-Chef im Topmanagement ermöglicht eine bessere Abstimmung mit der Business-Strategie, so eine Studie der Hackett Group.

An wen berichtet der CIO - In hochperformanten Unternehmen gehört er nicht nur zur Geschäftsführung, sondern ist auch direkt der Konzernspitze unterstellt.
Vergrößern An wen berichtet der CIO - In hochperformanten Unternehmen gehört er nicht nur zur Geschäftsführung, sondern ist auch direkt der Konzernspitze unterstellt.
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In US-amerikanischen und kanadischen Unternehmen sei beinahe jeder zweite CIO Mitglied des Firmenvorstands, in Europa liege dieser Anteil etwas niedriger, hat das hierzulande in Eschborn beheimatete Beratungsunternehmen The Hackett Group ermittelt. Überproportional häufig komme der IT-Vorstand jedoch in solchen Unternehmen vor, deren Backoffice-Prozesse das Prädikat "World Class" verdienten.

Das verleiht die Hackett Group an die Crème de la Crème ihrer 3500 Kunden. Um dazu zu gehören, muss eine Organisation sowohl hinsichtlich der Effizienz (Kostenstruktur) als auch der Effektivität (Wertbeitrag) ihrer unterstützenden Prozesse im oberen Viertel ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe rangieren. Das trifft gerade mal auf zehn bis 15 Prozent aller untersuchten Organisationen zu. In diesen Unternehmen sei es die Regel, dass der CIO einen Sitz im Management-Board habe, berichtet das auf strategische Beratung spezialisierte Consulting-Unternehmen. Und sieben von zehn dieser IT-Leiter berichteten direkt an den Konzernchef.

Der Vorteil dieser Struktur liegt auf der Hand: Ist die IT in den obersten Management-Gremien vertreten, vermag sie sich einerseits enger an den Unternehmenszielen auszurichten (Stichwort "Alignment"), andererseits früher und effektiver auf das Business einzuwirken. "Wenn die IT keinen direkten Einfluss auf die Unternehmensführung hat, wird sie das originäre Geschäft nicht so gut unterstützen können", bestätigt Mathias Metzger, Vice-President der Hackett Group. Auch andere Backoffice-Bereiche wie Human Ressources, Finanzwesen oder Beschaffung hätten dann weniger Chancen, durch Prozessverbesserung ihre Leistung zu steigern.

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