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Erfolg: Grönemeyer-Konzert im Internet

12.11.2002 | 09:31 Uhr |

Wenn Musikstars wie Herbert Grönemeyer ausverkaufte Konzerthallen zum Kochen bringen, sind zahlreiche Fans zum Draußenbleiben verdammt. Doch für die leer ausgegangenen Musik-Anhänger ist Hoffnung in Sicht, und das Zauberwort heißt einmal mehr Internet.

Wenn Musikstars wie Herbert Grönemeyer ausverkaufte Konzerthallen zum Kochen bringen, sind zahlreiche Fans zum Draußenbleiben verdammt. Die heiß begehrten Konzertkarten sind wie bei Deutschlands derzeit erfolgreichstem Rockmusiker nicht selten bereits nach wenigen Stunden vergriffen. Doch für die leer ausgegangenen Musik-Anhänger ist Hoffnung in Sicht, und das Zauberwort heißt einmal mehr Internet.

Zu Hause auf der bequemen Couch verfolgten am Sonntagabend tausende Grönemeyer-Fans das Auftakt-Konzert vor dem Computer. In einer Kooperation übertrugen der NDR 2, SWR 3 und Internet-Dienstleister Tiscali Deutschland die Veranstaltung live in Ton und Bild. Live-Stream nennen das die Experten. "Wir hatten mehr als 140.000 Zugriffe auf die Webseite", sagte SWR3-Pressesprecherin Grazyna Glanowski und nannte dies einen "Riesenerfolg". Da die Zugriffe nicht die tatsächliche Anzahl von Zuschauern wiedergebe, könne man von einer weitaus größeren Zahl ausgehen. "Es war die deutschlandweit größte Konzertübertragung, vielleicht sogar europaweit."

Mit dem englischen Wort "Streaming" (strömend, fließend) wird die digitale Audio- und Video-Übertragung über das Internet bezeichnet. Die Übertragungen können live oder auch zeitversetzt abgerufen werden. Der Nutzer profitiert vor allem davon, dass er die Daten nicht langwierig herunterladen muss und zur gewünschten Zeit ansehen kann.

Voraussetzung für den Genuss von Grönemeyer & Co. im Internet sind ein schneller Computer und eine schnelle Internetverbindung. Die Kosten halten sich aber im Gegensatz zu einer Konzertkarte in Grenzen. "Der Stream an sich ist kostenfrei, der User (Nutzer) zahlt nur die Verbindungskosten, die je nach Provider (Anbieter) anfallen", erklärte NDR-2-Wellenchef Torsten Engel.

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