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Conficker infiziert 50.000 PCs am Tag

22.05.2009 | 16:48 Uhr |

Die Conficker-Pandemie ist noch nicht gestoppt. Immer noch werden weltweit schätzungsweise 50.000 Rechner jeden Tag von Conficker angegriffen und infiziert. In Firmennetzen hält sich der Schädling hartnäckig.

Der Schädling Conficker (Alias: Downadup, Kido) ist zwar weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden, jedoch immer noch recht rege. Forscher des Antivirusherstellers Symantec schätzen, dass jeden Tag etwa 50.000 Computer mit Conficker infiziert werden und die Seuche weiter tragen. Unternehmen kämpfen darum ihre Netzwerke sauber zu bekommen, werden jedoch in ihren Bemühungen immer wieder zurück geworfen.

Im Blog "View From The Bunker" berichten Symantec-Forscher, die Länder mit den meisten Conficker-Infektionen seien die USA, Brasilien und Indien. Sie haben eine Karte erstellt, die die weltweite Verbreitung des Schädlings seit Februar dieses Jahres zeigt. Demnach ist Europa weniger stark betroffen als etwa Asien oder Amerika. Nur Italien und Großbritannien zeigen höhere Infektionsraten.

Das sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass auch Privatanwender und Unternehmen in Deutschland immer noch von Conficker geplagt sind. In Unternehmen versuchen die IT-Abteilungen die Infektionen in den Griff zu bekommen, scheitern jedoch immer wieder daran, dass verseuchte Notebooks und USB-Sticks unkontrolliert ans Netz angeschlossen werden, bevor sie gesäubert werden konnten.

Rick Wesson, Mitglied der Conficker Working Group , weiß von großen Firmen, die bereits Millionen US-Dollar aufgewendet haben, um Conficker aus ihren Netzwerken zu bekommen. Zu den Betroffenen zählten viele der so genannten "Fortune 1000" - praktisch jeder sei betroffen, so Wesson. Sogar Microsoft habe noch damit zu kämpfen.

Befürchtungen, das mutmaßlich mehrere Millionen Rechner umfassende Conficker-Botnet könnte nach dem 1. April große Angriffswellen starten, haben sich indes nicht bewahrheitet. Das Botnet sei kaum nennenswert genutzt worden, meint Andre DiMino, Mitbegründer der Shadowserver-Stiftung . Viele hätten Conficker inzwischen als erledigt abgetan, der Schädling sei jedoch noch lange nicht tot.

Eugene Kaspersky , Gründer und Chef des gleichnamigen Antivirusherstellers, hat einen gewissen Respekt vor der Professionalität der Conficker-Bande geäußert. Er sei sich recht sicher, dass Conficker von der Ukraine aus gesteuert werde, beweisen könne er dies jedoch nicht. Es könnte jedoch schlimmer sein, meint Kaspersky, denn es seien nur Online-Kriminelle, die Geld machen wollten, nichts Übleres.

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