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Epson verbucht Erfolg im Kampf gegen Billigtinten

28.11.2006 | 11:35 Uhr |

Seiko Epson kann auf seinem Feldzug gegen Fremdanbieter von preiswerteren Tintenpatronen einen weiteren Erfolg verzeichnen. Mehrere Hersteller beziehungsweise Importeure von Billigtinten sicherten Seiko Epson zu, in Zukunft keine Tintenpatronen mehr für Epson-Drucker herzustellen oder in die USA einzuführen.

Niedriger Anschaffungspreis für Drucker, aber relativ hohe Unterhaltskosten aufgrund teurer Tintenpatronen - so kann man das Geschäftsprinzip der Hersteller von Tintenstrahldruckern knapp zusammen fassen. Einige findige Unternehmen nutzen das aus und produzieren alternative Druckerpatronen, die preiswerter als die Originalpatronen der Druckerhersteller sind. Der Druckerindustrie ist das natürlich ein Dorn im Auge, Hersteller wie Epson, Canon und Hewlett-Packard verklagten deshalb Fremdanbieter von Tintenpatronen. Jetzt konnte Seiko Epson dabei einen weiteren Erfolg verbuchen.

Mehrere Unternehmen, die bisher Patronen für Tintenstrahldrucker von Epson produzierten beziehungsweise importierten, gaben gegenüber Seiko Epson eine Versicherung ab, künftig keine Epson-kompatiblen Patronen mehr herstellen oder einführen zu wollen.

Seiko Epson hatte im Februar 2006 24 derartige Fremdhersteller und/oder Importeure in den USA vor Gericht gezerrt. Seiko Epson forderte, dass die Beklagten den Import und den Verkauf der preiswerteren Patronen in den USA einstellen. Zeitgleich verklagte Seiko Epson die 24 Unternehmen auf Schadensersatz wegen Verletzung geistigen Eigentums.

Fünf der verklagten Unternehmen haben gegenüber Seike Epson jetzt in beiden Verfahren nachgegeben. Drei weitere Firmen erklärten, den Import der Fremdpatronen in die USA stoppen zu wollen. Sie weigern sich aber Schadensersatz zu leisten, dieses Verfahren läuft also weiter.

Acht der verklagten Unternehmen wurden bereits verurteilt, weil sie nicht rechtzeitig auf die Vorwürfe geantwortet haben. Gegen die noch verbliebenen Hersteller und Importeure beginnt das erste Verfahren im Januar 2007.

Die jetzt erzielte Vereinbarung mit einigen der verklagten Unternehmen ist nur der jüngste Erfolg von Seiko Epson im Kampf gegen Billigtinten. Bereits im Juni 2006 untersagte ein Gericht in Taiwan einem ortsansässigen Hersteller die Produktion von Tintenpatronen für Epson-Drucker. Einen Monat zuvor zwang Seiko Epson vier deutsche Online-Anbieter dazu, den Verkauf von Fremdpatronen für Epson-Drucker einzustellen.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren ausführlichen Hintergrundbericht:

Report: Billigtinten-Anbietern geht es an den Kragen

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