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Epost.de: Mail-Dienst wird eingestellt

18.10.2004 | 16:29 Uhr |

Die Deutsche Post wird ihren Mail-Dienst Epost einstellen. Die Mails lassen sich nur noch bis zum 28. Februar abrufen und werden anschließend gelöscht. Es empfiehlt sich daher eine Sicherung der Mails.

Besitzer eines Mail-Accounts bei Epost der Deutschen Post müssen sich schon bald nach einem neuen Mail-Anbieter umsehen. Die Deutsche Post will stufenweise den im Juni 2000 gestarteten Mail-Dienst abschalten. Damals lockte die Deutsche Post noch die Kunden damit, dass sie ihnen lebenslang gültige Mail-Adressen versprach.

Vier Jahre später nun die Ernüchterung. Am 28. Februar 2005 werden alle auf den Epost-Servern gespeicherten Mails gelöscht. Eine Sicherung dieser Mails sollten Anwender also vorher vollziehen. Dazu erlaubt Epost ab sofort allen seinen Anwendern Mails per POP3 oder IMAP auf den lokalen Rechner zu übertragen.

Seinen Epost-Kunden empfiehlt die Deutsche Post den Umstieg auf das Mail-Angebot von Lycos. Die Anwender-Daten lassen sich ab sofort automatisch auf den Lycos-Dienst übertragen.

Bis zum 28. Februar können die Mails direkt von den Mail-Servern von Epost auf den eigenen Rechner gesichert werden. Danach und bis Ende 2005 sind Epost-Anwender nur noch indirekt erreichbar und dann auch nur, wenn sie sich für den Umstieg auf Lycos entscheiden, denn ihre Mails werden dann automatisch an die Lycos-Server weitergeleitet.

Nachdem 31. Dezember dürfen sich dann die Anwender von ihrem [Vorname].[Namen]@epost.de-Account verabschieden, denn Sie sind dann über diese Mail-Adresse nicht mehr erreichbar.

Ab sofort wird Epost keine Rechnung mehr an seine Premium-Kunden stellen. Bis zum 28. Februar erhalten diese Kunden auch weiterhin den vollen Leistungsumfang des Dienstes.

Auf der Website von Epost.de finden Sie unter "Fragen & Kontakt" Sie weitere Informationen über das Prozedere der Schließung von Epost.de und wie Sie Ihre Mails lokal sichern können.

Als Grund für das Aus für den Mail-Dienst Epost gibt die Deutsche Post an, dass sich die private Webmail-Kommunikation nicht als Geschäftsmodell mit genügend Synergieeffekten erwiesen habe.

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