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Entwicklung des elektronischen Papiers schreitet voran

09.05.2003 | 13:16 Uhr |

Forscher der in Massachusetts ansässigen Firma E Ink haben ein kleines Display mit einer Diagonalen von rund 7,5 Zentimetern entwickelt, dessen Dicke dem Durchmesser dreier menschlicher Haare entspricht. Es bietet die Auflösung eines herkömmlichen TFT-Monitors und zeigt schwarze Schrift auf einem hellgrauen Hintergrund an.

Forscher der in Massachusetts ansässigen Firma "E Ink" haben ein kleines Display mit einer Diagonalen von rund 7,5 Zentimetern entwickelt, dessen Dicke dem Durchmesser dreier menschlicher Haare entspricht. Es bietet die Auflösung eines herkömmlichen TFT-Monitors und zeigt schwarze Schrift auf einem hellgrauen Hintergrund an, berichtet unsere Schwesterpublikation "Computerwoche" . Der Bildschirm lässt sich wie Papier zu einem Zylinder mit dem Durchmesser von rund einem Zentimeter zusammenrollen. Dabei soll die Schrift immer noch gut zu erkennen sein.

Laut Projektleiter Yu Chen ist das Forschungsmodell noch weit von Einsätzen als elektronisches Buch oder digitale Zeitung entfernt. Es ist aus einer Folie aus rostfreiem Stahl gefertigt, in die Schaltkreise eingearbeitet sind, über die sich ein darüberliegender aus elektronischer Tinte bestehender Film ansteuern lässt.

Die Tinte wurde 1997 vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) entwickelt. Sie besteht aus winzigen Kapseln mit weißen und schwarzen Teilchen, die unterschiedlich elektrisch geladen sind. Fließt eine positive Spannung durch die Schaltkreise in der Folie, wandern die schwarzen Partikel an die Kapseloberfläche.

Um die Folie praxistauglich zu machen, muss unter anderem die Geschwindigkeit des Schriftaufbaus erhöht werden, sagte Chen. Außerdem ist das Display noch von einer separaten Energiequelle und externen Datenspeichern abhängig. Ziel sei außerdem, eine farbige Darstellung zu erreichen.

Philips: "elektronisches Papier" kommt 2003 (PC-WELT Online, 13.11.2002)

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