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Mobilfunkstrahlung verursacht keine Gesundheitsschäden

Eine neue Studie des TÜV im Auftrag des Informationszentrums für Mobilfunk e.V. ergab keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung, selbst in der Nähe der Antennen. Im Durchschnitt lag die Belastung weit unter den gesetzlichen Grenzwerten.

Die Gesundheitsgefahr von Mobilfunkstrahlung ist ein Thema, das in der Bevölkerung für Unsicherheit sorgt. Um mehr Transparenz in die Diskussion zu bringen, hat der TÜV im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) die Strahlenbelastung in 15 Kommunen in Sachsen-Anhalt gemessen. Zusammengefasst lautet das Ergebnis: Die durch Sendestationen erzeugte Strahlung ist so gering, dass sie keine Krankheiten auslösen kann.

Die Experten vom TÜV-Nord untersuchten vor allem die elektromagnetischen Felder in Wohnbereichen und in der Nähe von Schulen und Kindergärten. "Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich anhand der Ergebnisse ein detailliertes Bild über die Immissionen von Mobilfunksendeanlagen machen können. Und das vor allem dort, wo es die Menschen besonders interessiert, in ihrer direkten Umgebung", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des Informationszentrums Mobilfunk die Vorgehensweise.

An den rund 70 Messorten in Sachsen-Anhalt stellten die TÜV-Ingenieure fest, dass die Immissionen an sämtlichen Messpunkten die in Deutschland gültigen Grenzwerte erheblich unterschreiten. Selbst der höchste Wert der Messreihe, den die Techniker in Halle ermittelten, erreichte nur einen hochgerechneten Wert von 169,0 mW/m2. Das entspricht 1,9 Prozent des zulässigen Grenzwertes. Die mit 0,043 mW/m2 geringste Immission wurde in einer Wohnung in Wolmirstedt gemessen. Die dortige Belastung betrug 0,0005 Prozent des gültigen Grenzwertes. Die Strahlung der DECT-Telefonanlage innerhalb einer 180 Meter von den Mobilfunkantennen entfernten Wohnung war mit 2,85 mW/m2 rund 70-fach höher.

Selbst in Spitzenverkehrszeiten, wenn viele Teilnehmer bei den umgebenden Basisstationen eingebucht waren, wurden im Mittel nur 0,004 Prozent des zulässigen Grenzwertes erreicht. Ab 22.00 Uhr sank die Mobilfunkstrahlung auf ein absolutes Minimum ab und stieg erst gegen 8.00 Uhr morgens langsam wieder an, weil wieder mehr Gespräche geführt wurden.

Das IZMF hält die Ergebnisse für einen klaren Beweis für die Ungefährlichkeit von Mobilfunkfeldern. Nach Ansicht von Dr. Matthias Otto von der gemeinnützigen Kinderumwelt GmbH in Osnabrück gibt es "bei derart geringen Feldstärken keinen begründeten Verdacht auf Gesundheitsrisiken."

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