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Qimonda baut 3000 Stellen ab

Der Speicherhersteller Qimonda, ein Tochterunternehmen von Infineon, kündigte ein weltweites Restrukturierungsprogramm an. Leidtragende in Deutschland sind die Standorte München und Dresden.

Wie es in einer Mitteilung des angeschlagenen Chipherstellers heißt, will sich das Unternehmen im Markt neu zu positionieren und sein Geschäft neu ausrichten. Schuld sei die schlechte Marktsituation auf dem Markt für DRAM-Speicher. Qimonda will sich nun auf seine Kernkompetenzen in der Technologie- und Produktentwicklung fokussieren und nur noch Infrastruktur- und Grafikprodukte herstellen.

Für die Angestellten in den Standorten München, Dresden und Raleigh (USA) bedeutet das einen Abbau von insgesamt 3000 Stellen innerhalb der nächsten 12 Monate. Dadurch sollen langfristig 450 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

Außerdem will Qimonda seine Anteile am taiwanischen Chiphersteller Inotera an den US-Konkurrenten Micron Technologies veräußern. Der vereinbarte Kaufpreis für die 35,6 Prozent an Inotera soll 295 Millionen Euro in die Kasse spülen. Inotera wurde 2003 gemeinsam mit der ebenfalls taiwanesischen Nanya Technology gegründet, um Speicherchips herzustellen.

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