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WikiLeaks verschiebt neues Online-System

28.11.2011 | 19:04 Uhr |

Aufgrund von zu großen technischen, rechtlichen und finanziellen Herausforderungen, startet WikiLeaks sein neues Einreichungssystem nicht wie geplant in der nächsten Woche.

Das Einreichungssystem der Enthüllungsplattform WikiLeaks ist mittlerweile seit über einem Jahr offline. Wie Gründer Julian Assange im vergangenen Monat bekannt gab, arbeite das WikiLeaks-Team an einer von Grund auf neu entwickelten Version, da der aktuellen Sicherheitstechnologie nicht mehr vertraut werden könne. Ursprünglich war die Enthüllung des neuen Einreichungssystems für den kommenden Montag geplant. Dieser Termin wurde nun jedoch auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter folgte eine offizielle Mitteilung, in der die Macher bestätigen, dass es bei der Entwicklung zu Komplikationen gekommen sei, aufgrund derer kein hundertprozentiger Schutz der WikiLeaks-Quellen gewährleistet werden könne. Aus diesem Grund habe man sich für eine Verschiebung des neuen Online-Systems entschieden. Für den kommenden Donnerstag plant WikiLeaks nun eine Pressekonferenz, in deren Rahmen die aktuellen Entwicklungen dargelegt werden sollen.

Die WikiLeaks Story: Der größte Datendiebstahl der US-Geschichte

WikiLeaks konnte den Schutz seiner Quellen zuletzt nicht mehr gewährleisten. Durch ein Leck im System wurde der US-Soldat Bradley Manning enttarnt. Nach 17 Monaten Haft muss sich der junge Mann nun vor einem Militärgericht in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland verantworten. Manning wird vorgeworfen, zahlreiche Videos zu Militäreinsätzen sowie diplomatische Depeschen  an die Enthüllungsplattform weitergegeben zu haben.

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