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Facebook will Datenschutz ändern

08.09.2011 | 20:08 Uhr |

Das soziale Netzwerk Facebook hat sich dazu entschlossen, den deutschen Behörden bei der Einhaltung von Datenschutzstandards entgegenzukommen.

Das Bundesinnenministerium hat sich mit Facebook  darauf geeinigt, dass das soziale Netzwerk künftig an der Selbstregulierung der Branche zum Schutz der Nutzer teilnehmen werde. Bislang hatte sich das Unternehmen geweigert, den Verhaltenskodex zum Jugendschutz sowie den Verhaltenskodex für Betreiber von Social Communities bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Anbieter (FSM) zu unterzeichnen.

Nun lenkt Facebook ein und verspricht, seine Erfahrungen in die Entwicklung gemeinsamer Standards einzubringen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich begrüßt das Entgegenkommen der Online-Plattform, die bislang den Standort der Europa-Niederlassung in Irland anführte, wenn es um die Einhaltung deutscher Datenschutzrichtlinien ging.

Facebook: So schützen Sie Ihre Privatsphäre

Friedrich strebt deshalb die Entscheidung derartiger Grundsatzfragen auf europäischer Ebene an, bis diese Verhandlungen jedoch abgeschlossen seien, wäre die geplante Selbstregulierung eine gute Alternative.

In der Vergangenheit wurde Facebook immer wieder von der Politik oder Datenschützern angegriffen und musste sich den Vorwurf gefallen lassen, bei dem Umgang mit Nutzer-Informationen nicht transparent zu arbeiten und somit gegen hiesige Bestimmungen zu verstoßen. Aktuell befindet sich Facebook beispielsweise in einem Rechtsstreit mit dem Datenschützer Thilo Weichert, der den Gefällt Mir-Button verbannen  möchte, da in den USA damit rechtswidrig Nutzer-Profile erstellt werden könnten.

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