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Intel lanciert Solid-State-Disks für Unternehmen

17.10.2008 | 13:17 Uhr |

Intel hat nach eigenen Angaben mit der Auslieferung von hochleistungsfähigen Solid-State-Disks (SSDs) für Server, Workstations und Storage-Systeme begonnen.

Die 32 Gigabyte (GB) fassende "X-25E Extreme SATA Solid-State Drive" lockt Unternehmen mit einer im Vergleich zu klassischen Festplatten sehr hohen Rate von Input-Output-Operationen pro Sekunde (IOPS), was beispielweise für Datenbank-Anwendungen von Vorteil ist. Auch schnelle Schreib- und Lesegeschwindigkeiten sowie ein geringer Energieverbrauch und dadurch reduzierte Kosten sollen die Intel-SSD attraktiv machen. Zum Einsatz kommen dürften die Intel-SSDs unter anderem in Storage-Lösungen von Sun Microsystems.

Die X-25E-Platten setzen auf Single-Level-Cell Flash-Speicher in 50-Nanometer-Technologie. Die Speichermedien können die IOPS-Performance von Servern, Workstations und Storage-Systemen gegenüber Festplatten um den Faktor 100 steigern, so Intel. 35.000 IOPS beim 4-Kilobyte-Random-Read-Zugriff seien mit einer X-25E-SSD möglich. Von einer solchen Steigerung der IOPS-Rate profitieren speziell Anwendungsgebiete, bei denen es auf eine hohe Datendurchsatzrate ankommt. Gleichzeitig ist das 32-GB-Modell aber auch sehr energiesparend. Der Leistungsbedarf beträgt Intel zufolge nur 2,4 Watt. Die sequenziellen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten der SSD im 2,5-Zoll-Formfaktor werden mit 250 bzw. 170 Megabyte pro Sekunde angegeben. Die 32-GB-Platte könne bis zu vier Petabyte an Daten in einem Dreijahres-Zeitraum schreiben und biete eine hohe Zuverlässigkeit, so Intel weiter.

Positioniert wird die High-End-SSD speziell für den Unternehmensbereich. Sun Microsystems hatte bereits im Juni einen Vorstoß zu SSDs für Server gewagt. "Sun rechnet damit, Enterprise-Storage-Lösungen anzubieten, welche die hohe Leistung von Intels High-Performance-SSDs ausnutzen", meint John Fowler, Executive Vice President, Sun Systems Group. Der Energiebedarf würde dabei gegenüber klassischen Festplatten drastisch sinken. Insgesamt, so Intel, könnten SSDs durch Einsparungen bei Infrastruktur, Kühlung und Energiekosten die Gesamtkosten im Unternehmensbereich um mehr als das Fünffache senken. "Die SSD-Technologie wird die Ökonomie von Unternehmens-Rechenzentren verändern", ist auch Fowler überzeugt.

Billig sind die leistungsfähigen X-25E-SSDs allerdings nicht. Das jetzt erhältliche 32-GB-Modell kommt bei Stückzahlen bis zu 1.000 auf immerhin 695 Dollar. Was eine 64-GB-Version, die voraussichtlich im ersten Quartal 2009 in Produktion geht, kosten wird, hat Intel noch nicht bekannt gegeben. (pte)

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