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Red Hat stärkt Open Source SOA mit JBoss ESB 4.2

07.09.2007 | 10:30 Uhr |

Der Linux-Distributor Red Hat stellt den Enterprise Service Bus JBoss ESB 4.2 als Open-Source-Produkt zur Verfügung.

In Service-orientierten Architekturen ( SOA ) dient der ESB als Integrations- und Kommunikationsschicht. Nach der Übernahme des Middleware-Spezialisten JBoss hat Red Hat angekündigt, seine Bemühungen im SOA-Markt zu verstärken. Die Community-Variante des JBoss ESB 4.2 gehört zu den ersten Schritten in diese Richtung. In nicht allzu ferner Zukunft wird das Unternehmen nach Einschätzung von Marktbeobachtern eine umfassende SOA Suite auf den Markt bringen.

Nach Angaben von Red Hat unterstützt JBoss ESB 4.2 eine ganze Reihe von Integrations-, Messaging- und Web-Services-Standards sowie deren Implementierungen in diversen Produkten. Neben den eigenen Systemen JBossMQ und JBoss Messaging gehören dazu beispielsweise Oracle AQ und IBMs MQSeries. Der ESB ist zudem eng integriert mit der hauseigenen Software jBPM, die als Engine für Business Process Management (BPM) dient. Auch die Daten-Management-Systeme der von Red Hat aufgekauften Firma MetaMatrix lassen sich mit dem JBoss ESB kombinieren. Red Hat sieht den ESB ferner als Plattform für eine Event Driven Architecture (EDA) sowie für Complex Event Processing (CEP).

Mit der Freigabe stärkt Red Hat das Angebot von Open-Source-Komponenten zum Aufbau einer SOA. Das Unternehmen konkurriert dabei einerseits mit anderen quelloffenen ESB-Systemen, beispielsweise WS02 ESB , Mule oder FUSE ESB (vormals Celtix von Iona). Andererseits bedienen auch die großen Plattformanbieter wie IBM, Bea oder Oracle diesen Markt mit ihren SOA Suites. Auch die mächtige Open-Source-Organisation Eclipse Foundation steht mit ihrem SOA Runtime Framework (Codename "Swordfish") in den Starlöchern. Letzteres basiert auf dem Sopera Advanced Services Framework (ASF) der Deutschen Post.

Red Hat stellt den JBoss ESB zum Download auf seiner Website zur Verfügung. Mehr zum Thema ESB und Service-orientierte Architekturen finden Sie im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)

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