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Der gute Stern für Energiesparer

Seit dem 20. Juli 2007 gelten für Hardware-Hersteller die neuen Richtlinien des Energy Star für PCs und Notebooks. Die Auflagen in Sachen Leistungsaufnahme und Energieeffizienz haben sich damit deutlich verschärft.

Von Bernhard Haluschak und Malte Jeschke

Im Juni 2007 haben sich Intel, Google sowie das amerikanische Umweltbundesamt, Environmental Protection Agency (EPA), zur 'Climate Savers Computing Initiative' zusammengeschlossen. Mit dabei sind weitere namhafte Hersteller wie Dell, Microsoft, Hewlett-Packard, IBM sowie AMD und Sun. Nach Angaben der Initiative vergeuden PCs die Hälfte der Energie, die sie verbrauchen. Computer seien für rund zwei Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich.

Die Hersteller der Initiative gehen die Verpflichtung ein, Systeme und Komponenten zu produzieren, die neuen Stromsparzielen entsprechen. Von der US-Behörde ist bisher bereits das Energy-Star-Programm bekannt, das seit 20. Juli 2007 in einer neuen Fassung Gültigkeit hat.

Die bisherigen Regelungen des Energy Star bezüglich der Leistungsaufnahme von PCs ließen sich mehr oder minder problemlos erfüllen und galten daher eher als lax. Dort fand sich lediglich eine Begrenzung für die Leistungsaufnahme im Ruhezustand. Alle betroffenen Produkte, die nach dem 20.Juli 2007 hergestellt werden, müssen die neuen Richtlinien erfüllen, wenn sie sich mit dem Energy Star schmücken wollen.

Energiesparen an allen Fronten

Der Energy Star wurde bereits 1992 durch das EPA in Kooperation mit dem US-Department of Energy ins Leben gerufen. In den USA beschränkt sich der Energy Star keineswegs auf IT-Produkte, sondern berücksichtigt insbesondere auch Haushaltsgeräte. Das Energy-Star-Programm ist längst keine rein US-amerikanische Veranstaltung mehr. Im Jahr 2001 hat die Europäische Union mit dem EPA ein Abkommen zur Einführung des Energy Star in Europa unterzeichnet. In Europa beschränkt man sich diesbezüglich allerdings rein auf Bürogeräte.

Der Energy Star gehört bei vielen gewerblichen und behördlichen Ausschreibungen zum Pflichtprogramm. Zwar legen große Unternehmen inzwischen auch selbst Hand an und evaluieren zu beschaffende Systeme hinsichtlich der Leistungsaufnahme. Gerade kleine und mittlere Unternehmen verlassen sich jedoch diesbezüglich auf die entsprechenden Auszeichnungen. Primär betreffen die Richtlinien damit die professionell eingesetzten Systeme.

Der neue Energy Star 4.0 löst den Vorgänger 3.0 ab, der bereits seit 2000 in Kraft ist. Betroffen sind von den neuen Richtlinien Desktop-PCs, Notebooks, Workstations sowie Server einfacher Bauweise. Im Folgenden finden Sie die detaillierten Werte der neuen Richtlinien.

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