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Das Internet wird zum Stromfresser

03.03.2008 | 12:07 Uhr |

Mehr Bandbreite, mehr Server, mehr Anschlüsse - das Internet braucht immer mehr Energie. Jedes Jahr steigt der Stromverbrauch um 20 Prozent.

Das Internet wächst kontiniierlich. Und damit steigt auch der Energiebedarf. In den Hauptknotenpunkten des Internets beobachtet der Dresdner Professor Gerhard Fettweis einen Anstieg des Stromverbrauchs von 16 bis 20 Prozent pro Jahr. "Mittlerweile verbrauchen die Serverfarmen rund 180 Milliarden Kilowatt pro Jahr", sagte Fettweis der "WirtschaftsWoche". "Das sind ein Prozent des weltweiten Strombedarfs." Addiert man den Stromverbrauch der Mobilfunk-, Festnetz- und Internet-Infrastruktur hinzu, wächst der Anteil am Weltstromverbrauch sogar auf drei Prozent. Green IT ist ein Schwerpunktthema der Cebit, die am 4. März in Hannover beginnt.

Wächst das Internet weiter so wie bisher, frisst allein das Web rechnerisch in 23 Jahren so viel Strom wie heute die gesamte Welt verbraucht, so Fettweis. "Um den informationstechnischen Standard der Industrieländer auf die ganze Welt auszudehnen, wären bereits 40 Prozent der weltweiten Kraftwerksleistung notwendig", so der Professor von der Dresdner TU. "In weniger als zehn Jahren würde die gesamte existierende Kraftwerksleistung für den Betrieb des Internets nicht mehr ausreichen."

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