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Ende der DoS-Attacken in Sicht?

22.11.2000 | 12:23 Uhr |

Webserver werden immer häufiger Opfer von DoS-Attacken. Nun beginnt der Beta-Test einer Sicherheitssoftware, die solche Angriffe verhindern soll. Die Software versucht wie eine Firewall Angriffe über eine beim Provider installierte Software zu verhindern.

Webserver werden immer häufiger Opfer von Denial of Service (DoS)-Attacken (siehe Glossar). Die Firma Asta Network aus Seattle verspricht mit ihrer Software einen Schutz für an einen Provider angeschlossene Systeme.

Immer mehr junge Computerfans "spielen" mit Programmen, die solche DoS-Attacken ermöglichen. Eines der jüngsten prominenten Hackerkinder ist hierbei ein unter dem Pseudonym "MafiaBoy" bekannt gewordene 15-jähriger kanadischer Hacker, der im Februar rund 2000 Seiten, wie etwa amazon.com, durch einen Angriff still legte.

Die von Asta entwickelte Software wird auf den Rechnern des Providers installiert und legt das Hauptaugenmerk nicht auf der Abstellung der Attacken durch den Hacker, sondern schützt alle an den Provider angeschlossenen Server. So führt David Weatherall, Chief Technology Officer von Asta aus: "Unser Focus liegt auf dem Schutz der Websites und deren Aufrechterhaltung. Unser Hauptvorteil liegt in der Verbreitung [unserer Software] durch das Netzwerk. Das ist der einzige Weg eine solch große Flut von Attacken in den Griff zu bekommen."

Die Software verhindert keine DoS-Attacken, verlangsamt sie jedoch und ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen solcher Angriffe. Das Programm blockt die Datenströme beim Eingang auf den Rechnern Providers.

Die Fertigstellung der Software wird für das Frühjahr 2001 erwartet. (PC-WELT, 22.11.2000, sw)

Attacke auf veröffentlichte CIA-Daten (PC-WELT Online, 25.07.2000)

Bis zu 7 Jahre Haft für Hacker (PC-WELT Online, 20.06.2000)

Gefährliches Hacker-Tool (PC-WELT Online, 20.05.2000)

DoS-Hacker festgenommen (PC-WELT Online, 20.04.2000)

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