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Ratchet & Clank - Tools of Destruction

29.11.2007 | 11:35 Uhr |

Im Jump&Run-Action-Genre ist das Duo Ratchet und Clank eine feste Größe. Mit dem Titel "Tools of Destruction" feiern die Protagonisten nun ihr Debüt auf der Playstation 3, das - bis auf ein paar Details - runderherum gelungen ist.

" Ratchet&Clank: Tools of Destruction " ist der mittlerweile sechste Titel, in dem das ungewöhnliche Team - bestehend aus dem pelzigen Lombax Ratchet und dem Roboter Clank - sein Unwesen treiben darf. Und nun auch erstmals auf der Playstation 3. Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: Der böse Imperator Tachyon will Ratchet vernichten, da dieser der letzte lebende Lombax ist. Ratchet hat verständlicherweise keine Lust, als Bettvorleger zu enden und flieht mit seinem Kumpan Clank in die Polaris-Galaxie. Auf der Jagd nach einer "Super-Waffe" werden die beiden in zahlreiche Abenteuer, aberwitzige Gefechte und knifflige Hüpf-Passagen verstrickt.

Das Ganze ist in eine überaus ansprechende Optik verpackt, Ratchet&Clank: Tools of Destruction" gehört ohne Übertreibung zu den derzeit am besten aussehenden Titeln für die Playstation 3. Gerade in größeren Städten ist immer irgendwo etwas zu entdecken, Raumschiffe wuseln über den Himmel und selbst bei massivem Auftreten von Feinden bricht die Framerate nicht/kaum ein. Doch die Umgebung werden Sie in der Regel kaum bewundern können, da Sie vor lauter Action kaum Zeit zum Durchatmen haben werden.

Dabei variiert das Spielgeschehen angenehm zwischen Action-Einlagen, Kletterpartien und Geschicklichkeitstests, etwa wenn Sie mit Ihren Magnetschuhen auf Röhren entlang rasen und "Zügen" ausweichen müssen. Das Sci-Fi-Setting ist dabei durchaus selbstironisch, beispielsweise wenn Sie riesige Roboter zerstören und feststellen, dass im Innenleben nur ein wenig ansehnlicher und im Grunde harmloser Alien-Wurm gesteckt hat.

Doch Sie müssen nicht nur sicher von A nach B gelangen, ein paar Rollenspiel-Elemente hat Entwickler Insomniac ebenfalls in den Titel gepackt. Da ist zum einen die "Währung" in Form von Schrottteilen, die jeder erledigte Feind oder zerstörbare Gegenstände im Level hinterlassen. Darüber hinaus kann von Zeit zu Zeit das seltene Metall "Rarium" gefunden werden. Während Sie für die Schrauben beispielsweise neue Waffen oder Schutzanzüge kaufen können, können ersteren mittels Rarium Upgrades spendiert werden, die für eine höhere Reichweite der Waffe oder eine größere Durchschlagskraft sorgen.

Überhaupt die Waffen: Hier haben sich die Entwickler eine Reihe witziger Varianten einfallen lassen, etwa die "Plasma-Bestien". Hier werden kleine Schleimklumpen verschossen, die sich - sobald sich ein Feind nähert - in reißende Bestien verwandeln. Witzig auch: das "Groovitron". Hierbei handelt es sich um eine Granate, die eine Dico-Kugel erscheinen lässt. Die Feinde schwingen dann lieber das Tanzbein, als Ihnen ans Leder zu wollen. Daneben werden Sie noch Nano-Swarmers (kleine Insekten, die sich auf die Feinde stürzen), Mag-Net-Launcher, den Tornado-Launcher und vieles mehr ausprobieren können.

Zugegeben: Der Titel könnte durchaus ein wenig schwieriger sein, Einsteiger freut dies allerdings. Frustmomente treten gelegentlich bei Sprung-Passagen auf, wenn die Steuerung nicht so will, wie der Spieler, zuweilen positioniert sich auch die Kamera ein wenig ungünstig. Alles in allem gibt es bei Ratchet&Clank: Tools of Destruction" aus technischer Sicht kaum Grund zu meckern. Ladezeiten gibt es kaum, oder sie sind in Zwischensequenzen "versteckt". Auch gut gelöst: Statusanzeigen verschwinden nach einiger Zeit komplett vom Display, bis sie wieder benötigt werden. So erscheint die Munitionsanzeige nur dann, wenn geschossen wird und die Anzahl der bereits eingesammelten Schrauben erst, sobald weiteres Altmetall gefunden wird. Somit stört in ruhigeren Momenten kein lästiges Menü und der Spieler kann noch besser in die Spielewelt eintauchen (daneben freut sich auch der Plasma-TV).

Fazit: Mit Ratchet&Clank: Tools of Destruction hat nun auch die Playstation 3 einen ersten, gelungenen Jump&Run-Titel, der Fans dieses Genres uneingeschränkt zu empfehlen ist. Vor allem die kleinen Details bei Sound-Schnippseln, den Animationen oder den Zwischensequenzen zeigen, wie viel Herzblut die Entwickler in den Titel gesteckt haben. Und das merkt man dem Endergebnis an!

Ratchet&Clank: Tools of Destruction ist ab sofort im Handel erhältlich, der Preis beträgt ca. 70 Euro.

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