Email-Software

Mozilla stellt Thunderbird aufs Abstellgleis

Sonntag den 08.07.2012 um 14:42 Uhr

von Denise Bergert

© Mozilla
Mozillas Email-Software Thunderbird soll in Zukunft keine neuen Funktionen mehr bekommen.
Das Email-Programm Thunderbird hat für Mozilla in Zukunft keine Priorität mehr. Das bestätigte die Geschäftsführerin der Mozilla Foundation, Mitchell Baker, am Wochenende über den offiziellen Firmen-Blog. Das Unternehmen habe sich ursprünglich zum Ziel gesetzt, Thunderbird als innovative Alternative zu anderen Email-Tools zu etablieren. Mozilla müsse sich jedoch mittlerweile eingestehen, diese Zielsetzung nicht erreicht zu haben.

Mozilla habe in den vergangenen Monaten beobachtet, dass der Trend in Richtung webbasierter Mail-Programme geht und die meisten Thunderbird-Nutzer mit den grundlegenden Features der Software zufrieden seien. Aus diesen Gründen wolle Mozilla laut Baker in Zukunft keine neuen Funktionen für Thunderbird mehr entwickeln. Updates, die die Sicherheit und Stabilität des Tools gewährleisten sollen, werde es jedoch auch weiterhin im Abstand von sechs Wochen geben.

In ihrer Stellungnahme fordert Baker die Thunderbird-Community auf, sich an der Weiterentwicklung der Software zu beteiligen. Die Mozilla-Entwickler, die bislang für Thunderbird verantwortlich zeichneten, werden sich nun neuen Projekten zuwenden. Für November 2012 ist zudem noch eine ESR-Version (Extended Support Release) geplant. Ob Mozilla den Support für Thunderbird auf lange Sicht ganz einstellen wird, bleibt abzuwarten.

Sonntag den 08.07.2012 um 14:42 Uhr

von Denise Bergert

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (11)
  • magiceye04 21:36 | 08.07.2012

    Man muß ja auch nicht in jedem Zug mitfahren wollen.
    Genau das war in meinen Augen der Fehler: überall mitmischen und alles beseer machen wollen anstatt sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren.

    Antwort schreiben
  • kalweit 21:26 | 08.07.2012

    Zitat: Wolle53
    also da sollte sich mozilla was einfallen lassen.


    Der Drops ist wohl gelutscht. Als Nächstes wird es Lightning treffen.

    [quote=Scasi]Firefox OS

    Apple und Google haben den FF in kürzester Zeit seine Wachstumsgrenzen aufgezeigt. Jetzt soll Mozilla gegen die Platzhirsche Android und iOS im Smartphonemarkt etwas Nennenswertes ausrichten? Der Zug ist schon an MS vorbei gerauscht - und die sind 10 Schritte weiter als Mozilla...

    Antwort schreiben
  • Scasi 21:08 | 08.07.2012

    Zitat: kalweit
    Mozilla geht langsam aber sicher die Luft aus. Da hilft auch alles Schönreden nichts mehr.

    vielleicht brauchen Sie auch einfach nur alle Kapazitäten für's Firefox OS -> http://www.heise.de/open/meldung/Mozilla-Aus-Boot2Gecko-wird-Firefox-OS-1630351.html
    Bisher hauptsächlich von Telefonica gefördert, gesellen sich nun die Deutsche Telekom, Telecom Italia, das norwegische Unternehmen Telenor, Etisalat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die philippinische Firma Smart und das US-Unternehmen Sprint zu den interessierten Providern.
    "Luft ausgehen" auf hohem Niwo?

    Antwort schreiben
  • deoroller 21:07 | 08.07.2012

    Wenn bei Thunderbird nicht mehr so aufs Tempo gedrückt wird, müssen die Jungs und Mädel bei Seamonkey wenigstens da nicht mehr hinterherhecheln.

    Antwort schreiben
  • virrtel 20:58 | 08.07.2012

    Nicht rumhäulen du kannst das Programm doch weiternutzen.

    Antwort schreiben
1514852