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Electrowetting: Mit Wasser und Öl gegen die Akkuschwäche

LG-Philips hat ein Patent eingereicht, das mit Electrowetting eine neue Technologie bei Handydisplays nutzt. Die Displays sollen dadurch heller leuchten und weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Anzeigen. Bis zur kommerziellen Vermarktung dauert es, bislang können nur einfache Inhalte dargestellt werden.

Die Displays moderner Endgeräte sind wahre Energiefresser. Rund 30 Prozent der Gesamtenergie werden bei Mobiltelefonen für die Anzeige aufgewendet. Die zunehmende Größe und der aktive Gebrauch durch Multimedia-Funktionen wie Video- oder Web-Anwendungen machen die Anstrengungen zunichte, den Energiehunger der LCDs zu reduzieren. Einen Ausweg aus der Akkumisere versprechen neue Technologien wie das Electrowetting. LG-Philips hat in den USA ein Patent eingereicht, das bei der Bilderzeugung das neue Verfahren nutzt und den Akku schont.

Bereits vor über einem Jahr stellte das aus den Forschungslabors von Philips Research hervorgegange Start-Up Liquavista ein Display vor, das mit Electrowetting arbeitet. Bei dem Verfahren werden Wasser-Öl-Gemische zur Bilderzeugung eingesetzt: Zwischen dem Wasser und der farbigen Elektrode befindet sich eine eingefärbte Ölschicht, wird eine äußere Spannung angelegt, kontrahiert das Öl zu einem Tropfen. Die Farbintensität wird durch die Spannungshöhe und damit durch das Verhältnis von Pixelfläche zu kontrahiertem Öl geregelt.

Die Technologie bietet neben einem geringeren Energieverbrauch auch eine höhere Leuchtkraft als herkömmliche LC-Displays, was die Ablesbarkeit bei starkem Umgebungslicht fördert. Bislang ist sie nur für Displayanforderungen mit geringem Anspruch, wie etwa für Uhren, einsetzbar. Wann Electrowetting auch für komplexe Darstellungen verwendet werden kann, ist nicht bekannt.

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