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Electronic Arts mit Verlust im ersten Quartal

02.08.2006 | 09:58 Uhr |

Der weltgrößte Anbieter von Spiele-Software, Electronic Arts, hat sein Ergebnis für das erste Quartal veröffentlicht. Demnach konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 413 Millionen US-Dollar steigern, musste allerdings einen Verlust in Höhe von 81 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 58 Millionen US-Dollar) hinnehmen.

Electronic Arts (EA), der weltweit größte Entwickler und Anbieter von Spiele-Software, konnte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 413 Millionen US-Dollar steigern, allerdings stieg auch der Verlust auf 81 Millionen US-Dollar, im Vorjahreszeitraum lag der Verlust noch bei 58 Millionen US-Dollar.

Für das Gesamtjahr rechnet EA nun mit einem Umsatz zwischen 2,8 und 3 Milliarden US-Dollar und einem eventuell ausgeglichenen Ergebnis beziehungsweise relativ geringen Verlust. Allerdings wird das Unternehmen Verluste in dieser Größenordnung locker wegstecken können, da die Bargeldreserven und kurzfristigen Investments derzeit 2,2 Milliarden US-Dollar betragen.

Das negative Ergebnis im ersten Quartal dürfte auf die derzeitige Umbruchphase zurück zu führen sein, in der sich die Branche momentan befindet. Neue Konsolen wie die Playstation 3 und Nintendo Wii stehen vor der Tür und die Xbox 360 wurde bislang erst um die fünf Millionen Mal verkauft. In Erwartung der neuen Konsolen nimmt auch die Bereitschaft der Anwender ab, noch Geld für Spiele für die aktuelle Geräte-Generation auszugeben. Dies lässt sich auch aus den Umsatzzahlen, aufgeschlüsselt nach Plattform, ablesen.

Demnach erzielte EA mit Titeln für die Playstation 2 im vierten Quartal 2006 noch einen Umsatz von 211 Millionen US-Dollar, im ersten Quartal 2007 waren es nur noch 99 Millionen Dollar. Das Umsatzvolumen bei der Xbox ging im selben Zeitraum von 68 auf 23 Millionen Dollar zurück und beim Gamecube von 17 auf 11 Millionen. Mit Titeln für die Xbox 360 erzielte EA im ersten Quartal einen Umsatz von 61 Millionen Dollar, im Quartal zuvor waren es noch 64 Millionen Dollar.

Interessant ist auch zu sehen, welchen Anteil PC-Spiele am Geschäft von EA haben. Denn dieser ist geringer, als man zunächst denken mag. So wurden im ersten Quartal 2007 mit PC-Titeln 66 Millionen Dollar umgesetzt, was einem Anteil von gerade einmal 16 Prozent am Gesamtumsatz ausmacht. Der Anteil war zwar schon einmal geringer (12 Prozent im dritten Quartal 2006), verdeutlicht aber dennoch die Bedeutung, die mittlerweile (mobile) Konsolen für die Entwickler von Spielen haben. Aufgedröselt auf den Umsatz entfielen somit im ersten Quartal 2007 47 Prozent auf Konsolen (24 Prozent Playstation 2, 15 Prozent Xbox 360, 5 Prozent Xbox, 3 Prozent Gamecube), 21 Prozent auf den Bereich mobiles Spielen (9 Prozent PSP, 2 Prozent Nintendo DS, 2 Prozent Gameboy Advance, 8 Prozent Handys) und 16 Prozent auf den PC-Sektor.

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