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Google soll 22,5 Millionen Dollar Strafe wegen Safari-Cookie zahlen

19.11.2012 | 11:24 Uhr |

Google soll eine Strafe von 22,5 Millionen US-Dollar zahlen, weil es Safari-Nutzern heimlich einen Cookie unterjubelte.

Eine US-Richterin will einer Einigung zwischen Google und der U.S. Federal Trade Commussion (FTC) zustimmen. Laut dieser Einigung verpflichtet sich Google zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar (etwa 17,6 Millionen Euro). Anfang des Jahres hatte ein Stanford-Forscher ein geheimes Google-Cookie entdeckt, das sich trotz Sicherheitsmaßnahmen im Browser als Drittanbieter-Cookie auf die Rechner von Safari-Nutzern schmuggeln konnte.

Die US-Verbraucherschützer von Consumer Watchdog kritisieren die von der FTC vorgeschlagene Einigung. "Datenschutz ist wichtig und niemand scheint unsere Privatsphäre zu schützen, auch nicht die FTC", sagte ein Anwalt der Verbraucherschützer. Consumer Watchdog hatte eine höhere Strafe und Sanktionen gegen Google gefordert. Der Fall selbst ist noch nicht endgültig entschieden, weil die zuständige US-Richterin noch ihre Entscheidung niederschreiben muss, was noch ein paar Wochen dauern könnte.

Es handelt sich um die größte Strafe, die FTC gegen ein Unternehmen jemals erwirkt hat. Consumer Watchdog kritisiert allerdings, dass die 22,5 Millionen Dollar ein "Tropfen im Ozean" sei, wenn man Googles Jahreseinnahmen in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar berücksichtige.

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