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Einheitliche Preise für DLCs in Europa

04.08.2015 | 05:02 Uhr |

Mit der Vereinheitlichung des digitalen Marktes in Europa sollen auch länderspezifische Preise für DLCs wegfallen.

Wer über mehrere Accounts für Online-Plattformen wie Xbox Live, PlayStation Network oder Steam verfügt wird feststellen, dass die Preise für Download-Spiele und Zusatz-Inhalte in Europa je nach Land stark variieren. Die Betreiber der Plattformen können selbst entscheiden, ob ein Download-Titel in Italien beispielsweise preiswerter angeboten wird als in Deutschland.

Diese Möglichkeiten will die Europäische Kommission mit einem einheitlichen digitalen Markt einschränken. Im Mai starteten EK-Präsident Jean-Claude Juncker und seine Kollegen insgesamt 16 Initiativen , die unter anderem die Abschaffung von Roaming-Gebühren oder auch die Vereinheitlichung von Download-Preisen in Europa zum Ziel haben.

Wenn das Vorhaben durchgesetzt wird, müssten Sony, Valve und Microsoft digitale Spiele und DLCs künftig in allen 28 EU-Ländern zum Einheitspreis anbieten. Auch lokale Sonder-Aktionen von Einzelhändlern würden damit der Vergangenheit angehören. Kunden soll das mehr Transparenz beim Online-Einkauf gewähren. Unternehmen fürchten hingegen, in ihrem Handeln zu stark bevormundet zu werden.

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