70592

Muss ERP so teuer sein?

22.04.2009 | 14:09 Uhr |

ERP-Systeme belasten den Etat. Durch hohe Lizenzkosten und die jährlichen Aufwendungen. Vor allem Änderungen kommen dem Kunden teuer zu stehen.

In Krisenzeiten wächst der Veränderungsdruck. Das Geschäftsmodell wird verändert, Unternehmensteile werden ge- oder verkauft, neue Vertriebspartner dazugenommen, Produktionsstätten ins Ausland verlagert, Mitarbeiter entlassen und das Portfolio bereinigt. Das alles sind Veränderungen, die sich auch auf das ERP-System eines Unternehmens auswirken. das kann schnell Kosten in Millionenhöhe verursachen.

Die Studio von CFO Publishing nennt Zahlen. Für diese Untersuchung wurden 157 Finanzchefs mittlerer und großer US-Unternehmen mit Umsätzen zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Dollar danach befragt, welche Kosten entstanden und wie groß der Zeitaufwand war. Durchschnittlich geben diese Unternehmen ohne Lizenzkosten 1,2 Millionen Dollar jährlich für ihr ERP-System aus.

Dabei belaufen sich die internen Kosten, um das System an neue Bedingungen anzupassen durchschnittlich auf 475.000 Dollar, der Anteil an externen Kosten liegt bei 339.000 Dollar. Knapp 425.000 Dollar jährlich gehen für Maintenance und Support-Gebühren drauf. Am teuersten werden dabei die Veränderungen an den Geschäftsprozessen und am Finanzmanagement/Buchhaltung. Um eine größere Veränderung am ERP-System umzusetzen, brauchten die befragten Unternehmen durchschnittlich 60 Manntage, für eine mittelgroße immerhin noch 20 und selbst kleinere Veränderungen dauerten im Mittel sieben Mann Tage.

Das sind Riesenkosten, die außerdem durch eine Software verursacht werden, deren Beitrag zur Profitabilität eines Unternehmens, seinen Wachstumsmöglichkeiten oder seiner Innovationskraft eher gering ist. Doch ohne ERP-Systeme geht es eben nicht. Deshalb sollte man sich die Frage stellen: Muss jede Veränderung im Geschäftsprozess im ERP-System nachgebildet werden? Braucht ein Unternehmen in Zeiten immer modularer werdender Software noch immer Suiten mit dem Ich-kann-Alles-Anspruch?

Weiter Meinungsbeiträge und Analysen lesen Sie im Blog des Autors unter www.wittes-welt.eu .

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation computerwoche.de .

Erfahren Sie mehr über Microsoft Dynamics - die ERP-Software aus Redmond

Mit Microsoft Dynamics steuern Sie Ihre Finanzbuchhaltung, Ihre Warenwirtschaft, Produktion und Logistik, die Abläufe in Einkauf, Marketing, Vertrieb und Service sowie Personalverwaltung und automatisieren zentrale Prozesse in Ihrem Unternehmen. Die Produkt-Palette umfasst die Enterprise Resource Planning-Werkzeuge Microsoft Dynamics AX und Microsoft Dynamics NAV sowie Microsoft Dynamics CRM. Laden Sie sich die kostenlose Studie herunter und informieren Sie sich in unserem Video über die Leistungsfähigkeit von Microsoft Dynamics. Alles völlig unverbindlich und ohne Registrierungszwang:

Hier geht es zur kostenlosen registrierungsfreien Studie.

0 Kommentare zu diesem Artikel
70592