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Ein Viertel der TV-Anschlüsse bereits digital

17.03.2007 | 12:36 Uhr |

Mehr als ein Viertel der deutschen TV-Haushalte verfügt bereits über einen digitalen Anschluss. Damit explodiert auch das Angebot an TV-Sendern. Diese werden jedoch nur zu einem geringen Teil genutzt. Dies belegt eine Studie des TV-Vermarkters IP Deutschland.

Digtal-Fernsehen verbreitet sich in Deutschland schneller als vermutet. Zum Beginn des Jahres 2007 wurde erstmal die 25-Prozent-Schwelle überschritten. Im Vergleich mit unseren europäischen Nachbarn liegen wir mit diesem Wert jedoch nur im Mittelfeld. So nutzen in Großbritannien bereits 72 Prozent das digitale TV-Angebot. In Belgien hingegen wurde Ende 2006 erst die 10-Prozent-Marke geknackt.

Die durch eine Digitalisierung geschaffenen neuen Märkte haben unter vielen Medienanbietern eine Goldgräberstimmung ausgelöst. In nur drei Jahren hat sich die Zahl der Fernsehsender in Deutschland verdoppelt. So konnten deutsche TV-Haushalte Anfang des Jahres insgesamt 421 unterschiedliche TV-Sender empfangen, Anfang 2004 waren es noch 280. Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse der GfK Fernsehforschung im Auftrag der IP Deutschland . Obwohl vergleichbare Zahlen schwer zu beschaffen seien, läge Deutschland laut Studie zumindest in puncto Sendervielfalt auf einem der europäischen Spitzenplätze.

Die anfängliche Euphorie der Senderbetreiber musste jedoch schnell der Ernüchterung weichen. So schauen sich die Zuschauer pro Woche nicht mehr als zehn verschiedene TV-Sender an. Zu diesem Ergebnis kam eine IP-Analyse von Daten des AGF/GfK Fernsehforschungspanels, in dem die Fernsehnutzung von über 12.000 Personen permanent und sekundengenau elektronisch erfasst wurde. Die bereits etablierten TV-Sender der ersten und zweiten Generation würden im Medienalltag der Bevölkerung laut Studie noch immer eine Leuchtturm-Funktion einnehmen und genießen eine unverändert hohe Relevanz.

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