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Ehemaliger Opera-Mitarbeiter hat angeblich Interna an Mozilla weitergegeben

01.05.2013 | 05:29 Uhr |

Browser-Entwickler Opera will den ehemaligen Mitarbeiter Trond Werner Hansen wegen der angeblichen Weitergabe vertraulicher Informationen an Konkurrent Mozilla verklagen.

Der ehemalige Opera-Mitarbeiter Trond Werner Hansen sieht sich derzeit mit einer drohenden Klage seines Arbeitgebers konfrontiert. Wie es dazu kommen konnte, erklärt Hansen heute in einem ausführlichen Artikel auf Tumblr. Demnach wolle Opera seinen Ex-Mitarbeiter auf Schadenersatz in Höhe von 3,4 Millionen US-Dollar verklagen. Der Grund: Hansen habe vertrauliche Informationen an den konkurrierenden Browser-Entwickler Mozilla weitergegeben und seinem Arbeitgeber damit geschadet.

Hansen war von 1999 bis 2006 bei Opera beschäftigt und ging anschließend eigene Wege, beispielsweise mit der Idee des „green browsing“. Anklang fand das Konzept, bei dem Umsätze an ökologische Projekte gespendet werden können, lediglich bei Hansens ehemaligem Arbeitgeber Opera. Obwohl die Idee letztendlich nicht realisiert wurde, war der Entwickler weiter als Berater für Opera tätig. Sein Vertrag wurde Hansens Aussagen zufolge jedoch 2010 nicht weiter verlängert.

In Absprache mit Opera ging Hansen im vergangenen Jahr schließlich zu Konkurrent Mozilla, wo er einige Ideen einbrachte und am mobilen Browser Junior mitarbeitete. Bei einer Präsentation der Software, bei der die so genannten Search Tabs gezeigt wurden, schrillten bei Opera schließlich die Alarmglocken. Das Unternehmen beschuldigte den Entwickler, diese Idee von Opera an Mozilla weitergegeben zu haben. Hansen selbst bestreitet dies und sieht sich nun mit einem Rechtsstreit konfrontiert. Wie dieser ausgehen wird, zeigt sich wohl erst in einigen Monaten.

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