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Eeye drängt ins Antivirus-Geschäft

13.12.2005 | 17:33 Uhr |

Das IT-Sicherheitsunternehmen will eine eigene Antivirus-Software auf den Markt bringen.

Die Firma Eeye Digital Security ist bislang hauptsächlich durch Meldungen über neu entdeckte Sicherheitslücken im Internet Explorer und in anderen Programmen bekannt. Im kommenden Jahr will Eeye seine Software "Blink" um einen Virenscanner erweitern.

Blink ist eine Software-Firewall mit einem so genannten Intrusion Detection System (IDS), das verdächtige Aktivitäten im Netzwerk und auf dem Rechner erkennen und melden soll. Diese Fähigkeiten will Eeye nutzen und weiter ausbauen. Die Erkennung von Malware (Malicious Software) soll nicht über den Vergleich statischer Signaturen bekannter Schädlinge erfolgen. Vielmehr sollen schädliche Programme an ihrem Verhalten erkannt werden.

Nach Ansicht von Fachleuten hat die Entdeckung von Schädlingen auf Basis von Signaturen ihren Zenit überschritten. Um eine neue Signatur zu erstellen, muss zunächst eine Kopie des schädlichen Programms im Labor der Antivirus-Hersteller analysiert werden. Dann müssen Updates bereit gestellt und von den Kunden auch installiert werden. Dabei geht wertvolle Zeit verloren, während der ein Rechner oder Netzwerk ungeschützt ist.

Eine verhaltensbasierte Erkennung kann die Ausbreitung eines Schädlings ohne Zeitverlust verhindern oder eindämmen. Daher arbeiten Antivirus-Hersteller längst an derartigen Techniken, die den Schutz auf Basis von Virensignaturen ergänzen und die kritische Zeitspanne am Beginn eines Ausbruchs überbrücken sollen.

Eeye will seine Antivirus-Technik im kommenden Frühjahr als Update für Blink heraus bringen, zunächst als Beta-Version. Für bestehende Blink-Anwender wird die Erweiterung daher kostenlos sein.

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