Eee PC

Neues Billig-Notebook verkauft sich prächtig

Mittwoch, 17.10.2007 | 17:51 von Markus Pilzweger
Konkurrenz für die Initiative One-Laptop-Per-Child: der Eee PC von Asustek. Zwar kostet der Computer fast doppelt soviel, wie der XO, dennoch wurde am ersten Verkaufstag nahezu die komplette Erstlieferung verkauft.

Die Initiative One-Laptop-Per-Child (OLPC) hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern in Entwicklungsländern einen günstigen Laptop zur Verfügung stellen zu können. Der Preis dieses Geräts sollte bei 100 Dollar liegen, derzeit kostet das Modell aber noch 190 Dollar . Aber auch andere Hersteller arbeiten an günstigen Rechnern, die vor allem in Entwicklungsländern reißenden Absatz finden sollen. Asustek etwa mit dem "Eee PC". Im Gegensatz zu OLPCs XO wird der Eee PC im freien Handel für jedermann erhältlich sein, Marktstart war nun in Taipeh. Und innerhalb kürzester Zeit war die komplette Erstauslieferungsmenge bis auf ein Gerät verkauft.

Doch auch dieser Eee PC hätte einen Abnehmer gefunden, wäre er nicht unter einem Karton versteckt gewesen: "Die Leute warteten schon auf den Verkaufsstart und 98 Geräte waren sofort verkauft", so Lin Che-chun, Mitarbeiter der Elektronik-Kette 3C. "Ein Notebook war unter einem Karton versteckt, so dass wir es nicht sehen konnten. Das ist der einzige Grund, weshalb einer übrig blieb". Auch auf diversen Shopping-Websites war der Eee PC innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Bei PChome Online etwa waren 50 Geräte innerhalb von 5 Minuten vergriffen. Der Listenpreis für den Eee PC beträgt umgerechnet 240 Euro, 3C hingegen verlangte umgerechnet 251 Euro und jeder Kunde durfte maximal nur ein Notebook kaufen.

Der nun gestartete Eee PC basiert auf einem Intel-Celeron-M-Prozessor mit 900 MHz, verfügt über 512 MB RAM sowie 4GB Flashspeicher. In das Gerät sind eine Kamera, Lautsprecher und ein Mikrophon integriert sowie über 40 Anwendungen vorinstalliert. Dazu gehören beispielsweise Skype, Firefox und Quick-Links zu Google Documents und anderen Diensten. Eine Textverarbeitung, Lern-Software und Spiele sind ebenfalls mit von der Partie. Als Betriebssystem kommt eine Linux-Distribution von Xandros zum Einsatz. Das Display misst 7 Zoll und das Gewicht liegt bei unter einem Kilogramm.

Bis Ende November sollen noch drei weitere Modellvarianten des Eee PCs auf den Markt kommen, bis Ende des Jahres soll auch eine Version mit Windows XP folgen. Preise für das letztgenannte Modell stehen noch nicht fest, die anderen drei Modelle werden zwischen 172 und 299 Euro kosten.

Mittwoch, 17.10.2007 | 17:51 von Markus Pilzweger
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