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Edward Snowden will zur NSA-Affäre aussagen

10.02.2014 | 05:32 Uhr |

Der Anwalt von Edward Snowden bestätigte kürzlich, dass der Whistleblower nun doch Aussagen zur NSA-Affäre machen will.

Nach Angaben von Snowdens Anwalt will sich der Whistleblower nun zu den Fragen des EU-Parlaments äußern und vor dem Innenausschuss des Europäischen Parlaments zur NSA-Affäre aussagen. Das bestätigte auch der EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer von der SPÖ und erklärt: "Ich finde es wichtig und richtig, dass Edward Snowden aussagen wird. Edward Snowden ist schließlich der wichtigste Zeuge in der Überwachungsaffäre. Nur durch Snowden konnte die massenhafte Überwachung von europäischen Bürgerinnen und Bürgern durch Geheimdienste überhaupt aufgedeckt werden. Er kann wie kein anderer zur Aufklärung des Skandals beitragen"

Bereits Anfang März soll Snowden seine Aussagen machen. Allerdings stehe noch nicht fest, in welcher Form die Anhörung stattfinden soll. Snowden erklärte sich bereits dazu bereit, schriftlich eingereichte Fragen per Video zu beantworten. Das EU-Parlament will den Whistleblower jedoch lieber persönlich und vor Ort befragen. Eine Videokonferenz aus seinem derzeitigen Aufenthaltsort in Moskau lehnte Snowden bisher ab, weil er fürchte, dass darüber sein Asyl-Domizil ausfindig gemacht werden könnte. Weidenholzer lenkt ein: "Die Sicherheit von Edward Snowden muss im Vordergrund stehen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Snowden offen sprechen und damit bestmöglich zur Aufklärung beitragen kann."

Auch wenn Art und Weise der Befragung noch unklar sind, stellte Weidenholzer schon jetzt klar, dass die Befragung Snowdens öffentlich übertragen werden soll. Snowdens Berichte seien schließlich für die Öffentlichkeit bestimmt, so der EU-Abgeordnete.

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