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Edward Snowden bekommt Zivilcourage-Preis

23.06.2014 | 18:05 Uhr |

Edward Snowden wurde mit dem „Berliner Preis für Zivilcourage“ ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stammt von Privatleuten aus neun Ländern.

Am vergangenen Wochenende wurde der Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden mit dem „Berliner Preis für Zivilcourage 2014“ ausgezeichnet. Die beiden Initiatoren ehrten Snowden für sein „mutiges Eintreten für Demokratie und Menschenrechte“. Der Zivilcourage-Preis wurde laut den Veranstaltern speziell für den Whistleblower ins Leben gerufen und wird wohl eine einmalige Angelegenheit bleiben.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stammt von 123 Privatleuten aus neun Ländern. Jeweils 100 Euro steuerten unter anderem der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele und die Schriftsteller Uwe Timm sowie Peter Schneider bei. In einer Rede am ehemaligen Checkpoint Charlie lobte Ströbele Snowdens Mut. Der US-Amerikaner habe der Demokratie durch die Enthüllung des wohl größten Abhörskandals der Geschichte einen großen Dienst erwiesen.

Netzwerk für Whistleblower gegründet

Die Urkunde und das Preisgeld wurde von Snowdens Vertrauter, der Wikileaks-Aktivistin Sarah Harrison, entgegen genommen. Snowden wird in den USA wegen Geheimnisverrats gesucht. Russland hat dem Whistleblower vorläufig politisches Asyl gewährt.

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