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Edward Snowden will heim in die USA

04.03.2015 | 16:11 Uhr |

Fast zwei Jahre nach seiner Flucht will der Ex-Spion Edward Snowden zurück in die Heimat. Allerdings stellt er eine Bedingung.

Die russische Nachrichtenagentur TASS meldet , dass Edward Snowden bereit sei, freiwillig in die USA zurückzukehren. Der sich in Russland aufhaltende Ex-Spion knüpft aber eine Bedingung an die Rückkehr: Er will ein faires Gerichtsverfahren. Dass soll Anatoly Kucherena, einer seiner Anwälte, der Nachrichtenagentur mitgeteilt haben. Angeblich habe der US-Justizminister bereits schriftlich versichert, dass Snowden bei seiner Rückkehr keines Kapitalverbrechens angeklagt werde. Das bedeutet aber nur, dass er nicht hingerichtet werde. Den Anwälten von Snowden - er hat mehrere Anwälte - genügt das noch nicht. Sie wollen das Versprechen auf ein faires, unparteiisches Urteil. Außerdem, beklagt Kucherena, sei das Versprechen des Justizministers wenig wert, denn er könne die gerichtlichen Entscheidungen nicht beeinflussen.

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Der Anwalt vertraut eigenen Aussagen außerdem nicht auf die Zusicherungen diverser Länder, dass sie seinen Mandanten beschützen würden. Zwar kann Snowden Russland verlassen - er hat dort eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre - doch sobald er es verlässt, befürchtet der Anwalt, wird er vermutlich in eine US-Botschaft verschleppt werden. Snowden selbst wollte dazu kein Interview geben, berichtet die Nachrichtenagentur. Der Grund sei, dass er die USA nicht kritisieren wolle, während er in Russland ist.

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Snowden lerne derweil die russische Sprache und arbeite im IT-Umfeld in Moskau. Dort berate er auch mehrere US-Firmen, sagt sein Anwalt. Vor einiger Zeit sei zudem Snowdens langjährige Freundin nach Russland gekommen, um dem Ex-Spion zur Seite zu stehen.

Seit der ersten Veröffentlichung geheimer Daten rund um die NSA-Affäre ist Snowden ein vielgesuchter Mann bei den US-Behörden. Das war 2013, als Snowden zunächst nach Hong Kong floh und von dort nach Russland.

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