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Ecuador begründet Internet-Sperre für Assange

19.10.2016 | 10:22 Uhr |

Ecuador hat nach den jüngsten Wikileaks-Veröffentlichungen den Internet-Zugang von Julian Assange gesperrt.

Kurz nach der Veröffentlichung von Hillary Clintons Reden auf WikiLeaks war angeblich der Internet-Zugang von Julian Assange gekappt worden. Das hat Ecuador nun auch offiziell bestätigt und eine Begründung geliefert.

In einer Mitteilung des Außenministeriums von Ecuador wird darauf verwiesen, dass sich Ecuador an den Grundsatz halte, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen und auch nicht Einfluss auf Wahlkämpfe nehme. Wikileaks habe in den vergangenen Wochen eine große Anzahl von Dokumenten veröffentlicht, die Auswirkungen auf den aktuellen Wahlkampf in den USA haben. Mit diesen Veröffentlichungen will Ecuador nicht in Verbindung gebracht werden. "Die Entscheidung der Öffentlichkeit solche Informationen zu geben, liegt allen in der Verantwortung von Wikileaks", heißt es in der Mitteilung.

Um derartige Aktivitäten seitens Assange zu unterbinden, habe man dessen Zugang zum Internet in der Botschaft in Großbritannien vorübergehend eingeschränkt. Diese Einschränkung, so heißt es weiter, hindere die Wikileaks-Organisation aber nicht daran, weiter ihrer "journalistischen Tätigkeit" nachzugehen.

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange lebt seit vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London. Das Land hat ihm politisches Asyl gewährt. In der aktuellen Mitteilung des Außenministeriums von Ecuador wird betont, dass das Land auch weiterhin Assange Asyl gewähre und vor einer politischen Verfolgung schütze. Dabei wird auch die Absicht bekräftigt, dass Leben und die körperliche Unversehrheit von Julian Assange zu schützen, bis dieser sich an einem sicheren Ort wieder frei bewegen kann.

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