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Ebay übernimmt Paypal für 1,5 Milliarden Dollar

09.07.2002 | 08:56 Uhr |

Ein großer Deal bahnt sich an in dem, was von der "Internet Bubble" übrig blieb: Das Auktionshaus Ebay übernimmt für 1,5 Milliarden Dollar in Aktien den seit kurzem ebenfalls öffentlich gehandelten Zahlungsdienstleister Paypal.

Ein großer Deal bahnt sich an in dem, was von der "Internet Bubble" übrig blieb: Das Auktionshaus Ebay übernimmt für 1,5 Milliarden Dollar in Aktien den seit kurzem ebenfalls öffentlich gehandelten Zahlungsdienstleister Paypal, wie die Computerwoche berichtet.

Dessen Aktionäre erhalten für jeden ihrer Anteile 23,61 Dollar in Form von Ebay-Aktien, das entspricht laut "Wall Street Journal" einem Premium von 18 Prozent auf den Nasdaq-Schlusskurs vom vergangenen Freitag. "Unsere Ziele ergänzen sich. Wir beide helfen Menschen dabei, online zu kaufen und zu verkaufen", erklärte Ebay-CEO (Chief Executive Officer) Meg Whitman.

Paypal soll unter eigenem Namen weiterbestehen. Das Unternehmen, das vornehmlich in den USA (wo jeder noch mit seinem Checkbook an der Supermarktkasse zahlt und Überweisung ein Fremdwort ist) eine Daseinsberechtigung hat, macht rund 60 Prozent seines Geschäfts auf Ebay, den Rest mit kleineren Online-Händlern. Ebay wird seinen eigenen Dienst "Billpoint", den das Unternehmen erst im Februar dieses Jahres komplett übernommen hatte, vermutlich gegen Ende des Jahres einstellen.

Ebay hat außerdem ein Teilergebnis für das zweite Quartal veröffentlicht. Darin weist das Unternehmen auf Basis von 266 Millionen Dollar Umsatz einen Gewinn von 54,3 Millionen Dollar oder 19 Cent pro Aktie aus. Der Profit ist mehr als doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres und übertraf auch die Erwartungen der Analysten von 17 Cent je Anteilschein. Der vollständige Quartalsbericht erscheint am 18. Juli.

Ebay will einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge mit dem Kauf den Anteil der elektronischen Zahlungen erhöhen. Deren Abwicklung gehe deutlich schneller über die Bühne als herkömmliche Zahlungsmethoden. Schnellerer Zahlungsverkehr und reduzierte Betriebskosten sollen den Gewinn steigern, hofft Ebay-Vorstandschefin Meg Whitman.

Analysten sehen den Kauf überwiegend positiv, da Ebay damit sein Dienstleistungsangebot für Internethändler ausbaue und Zugriff auf den Paypal-Kundenstamm unter den kleinen und mittleren Unternehmen bekomme. Merrill-Lynch-Analyst Justin Baldauf bringt es auf den Punkt: "Paypal ist der Gorilla im Onlinezahlungsverkehr und Ebay ist der Gorilla im Onlineauktionsmarkt". Deshalb empfiehlt er die Ebay-Aktie zum Kauf, wie die Financial Times ausführt.

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