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Ebay im Wandel: Weg von Auktionen hin zum E-Commerce

08.02.2006 | 09:31 Uhr |

Der Slogan "3,2,1 meins" könnte schon bald der Vergangenheit angehören, denn Ebay bewegt sich langsam aber sicher weg von seinen Wurzeln als Auktions-Site hin zu einer E-Commerce-Site, bei der Produkte hauptsächlich zum Festpreis angeboten werden.

Ebay-Fans kennen das: Kurz vor dem Ende einer Auktion werden die Hände feucht, der Puls rast und die F5-Taste wird zum besten Kumpel. Diese Vorfreude - analog Niedergeschlagenheit, wenn es mal nicht geklappt hat - könnte schon bald passe sein, denn Ebay bewegt sich mehr und mehr weg von seinen Wurzeln als reine Auktions-Site, wie Meg Withman, Präsidentin und CEO von Ebay in Brüssel erklärte.

Bereits jetzt werden laut Whitman weltweit 34 Prozent der Verkäufe bei Ebay zum Festpreis abgewickelt. Dafür seien laut Managerin vor allem die so genannten "convenience-orientated buyers" verantwortlich, also Käufer, die keine Lust haben nachts um 12 vor dem Rechner zu hocken, um ein Gebot abzugeben und lieber schnell und sicher an eine Ware kommen möchten.

Dementsprechend will Ebay einen neuen Service namens "Ebay Express" anbieten, über den mit einem Klick alle Festpreis-Artikel einer Kategorie angezeigt werden können. Das geht natürlich bereits jetzt, indem man die Angebote nach "nur Sofort-Kaufen" sortiert, künftig wird diese Funktion also mit einem griffigen Namen hervorgehoben werden.

Auf der Pressekonferenz wurde Whitman auch auf die Klage von Tiffany & Co. gegen Ebay wegen gefälschter Tiffany-Produkte im Ebay-Sortiment angesprochen (wir berichteten). Whitman erklärte, dass Ebay "enttäuscht" über diesen Schritt sei, da das Unternehmen mit den Urheberrechtsinhabern zusammen arbeitet, um den Verkauf von gefälschter Ware zu bekämpfen. "Gefälschte Artikel sind (auf unseren Sites) nicht erlaubt", so Whitman und fügte hinzu: "Wir verfügen über eine Reihe technischer Tools um betroffenen Unternehmen dabei zu helfen, derartige Artikel zu finden und zu entfernen."

Der Anteil der abgeschlossenen Auktionen, die im Streit zwischen den Beteiligten enden, beträgt laut Whitman "weniger als ein hundertstel eines Prozents" und gehe zudem weiter zurück. Auch hier sollen weiter Anstrengungen unternommen werden, die "bad guys" zu bekämpfen, so Whitman.

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