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Ebay im Clinch mit Verdi

30.04.2004 | 15:24 Uhr |

Die deutsche Ebay-Filiale in Berlin schießt scharf gegen Verdi zurück: Die im vorigen Monat veröffentlichten miserablen Ergebnisse der anonymen Mitarbeiterbefragung seien nichts anderes als Bestandteil einer von der Verdi-Medienabteilung "connexx.av" inszenierte Kampagne, um Mitglieder zu werben.

Die deutsche Ebay -Filiale in Berlin schießt scharf gegen Verdi zurück: Die im vorigen Monat veröffentlichten miserablen Ergebnisse der anonymen Mitarbeiterbefragung seien nichts anderes als Bestandteil einer von der Verdi-Medienabteilung "connexx.av" inszenierte Kampagne, um Mitglieder zu werben.

Dass die Wahl der Gewerkschaftsabteilung auf Ebay Deutschland gefallen sei, habe keine inhaltlichen, sondern allein Marketinggründe, so eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber unserer Schwesterpublikation Computerpartner .

"Nach unseren Informationen", so Katja Harzbecker, "lautete die Devise der Gewerkschaft: Plant mal eine Kampagne zu einem medienwirksamen New Economy-Unternehmen." Alles danach - die Umfrage, die Versuche, aus den "nicht geprüften Resultaten" Kapital für die Forderung nach einem Haustarifvertrag bei Ebay zu schlagen, ebenso die Behauptungen, Mitarbeiter des Online-Auktionärs würden überwacht, eingeschüchtert, manche auch bedroht, und alle angehalten, auch in ihrer Freizeit für Ebay zu arbeiten - seien inhaltlich falsch: Eben Teil jener fünfstufigen Kampagne, die Focus in einem Artikel in seiner neuesten Ausgabe aufgedeckt habe.

"Wenn Verdi beziehungsweise connexx.av mit uns reden wollte, warum taten sie das nicht?", so Harzbecker . Im übrigen habe sich auch der Betriebsrat gegen die Kampagne ausgesprochen. "Das Vertrauensverhältnis zu Verdi ist zerstört", lies er gerade in einer öffentlichen Erklärung wissen.

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