Das Auktionshaus Ebay versucht derzeit, sich so weit wie möglich aus dem Fall heraus zu halten. „Wir stellen nur die Plattform und sind lediglich Vermittler einer Dienstleistung“, heißt es aus der Firmenzentrale in Dreilinden. Zum Fall Boardbroker gibt es lediglich ein vorformuliertes Standard-Statement per Mail, das mit keinem Wort auf den konkreten Fall eingeht.
„Wir haben als Marktplatzbetreiber weder Einblick in die Geschäftszahlen noch die Kontrolle über die Unternehmungen unserer Nutzer. Aus diesem Grund ist es uns nicht grundsätzlich möglich, die drohende Insolvenz eines professionellen Ebay-Verkäufers frühzeitig zu erkennen oder gar zu verhindern“, heißt es aus der Pressestelle. Zum konkreten Fall will man sich mit Berufung auf Datenschutz auch auf Nachfrage nicht näher äußern.
Dass Ebay nicht jeden kleinen Einzelhändler überwachen kann, ist klar. Im Falle eines Unternehmens, das Monat für Monat zwischen 4000 und 5000 Auktionen durchführte und 25.000 bis 30.000 Euro Ebay-Gebühren verursachte, erscheint es aber wenig glaubhaft, dass Ebay von Unregelmäßigkeiten und Lieferproblemen nichts geahnt haben will - Beschwerden gab es in den Ebay-Foren reichlich.
Dabei war es offenbar gerade das Auktionshaus, das den Stein ins Rollen brachte. Nach Aussage des Insolvenzverwalters wurde eine Abbuchung von Labuddas Geschäftskonto zurückgewiesen, weil die Deckung nicht ausreichte. Auch hierzu gibt es von Seiten Ebays keinen Kommentar.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 6 von 7
Nächste Seite




