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EXIF-Daten könnten Harry Potter Dieb entlarven

21.07.2007 | 14:39 Uhr |

Die in jedem Digitalfoto gespeicherten Zusatzinformationen könnten dem Datenpiraten, der Mitte der Woche den kompletten Harry Potter Teil ins Netz stellte, zum Verhängnis werden.

Jede Digitalkamera schreibt bei der Aufnahme eines Bildes Zusatzinformationen mit. Die so genannten Exchangeable Image File Format (EXIF) Daten könnten dem Datenpiraten zum Verhängnis werden, der in dieser Woche den erst heute offiziell erschienenen siebenten Teil der Harry Potter Reihe abfotografiert hat. Mit Hilfe der EXIF-Bilddaten lassen sich das Modell sowie die Seriennummer der Digitalkamera ohne größere Probleme erkennen: „EXIF ist ein Hersteller-übergreifender Standard, der von der Japan Electronic and Information Technology Industries Association (JEITA) entwickelt wurde. Diese Daten können mit entsprechender Fotosoftware ausgelesen werden und geben Informationen zur Aufnahme wieder", so Thomas Purkert, Product Business Developer beim Elektronikhersteller Canon .

Die Metadaten sollten es von Anfang an ermöglichen, auch im Nachhinein feststellen zu können, mit welchen Einstellungen eine Aufnahme gemacht worden ist. So finden sich neben Informationen zur Belichtung, Auflösung, Blende oder Aufnahmezeit auch die Seriennummer der Kamera in den EXIF-Daten wieder. „Dadurch, dass die Daten für jeden frei zugänglich sind, können sie auch verändert werden. Man kann zusätzliche Informationen wie Fotograph oder Copyright hinzufügen oder löschen“, erklärt Purkert.

Auch eine Entfernung der Metadaten ist problemlos möglich. Dies hat der Fotograph des Harry Potter Buchs jedoch offensichtlich vergessen. Sollte sich die Kamera somit mindestens einmal im Service befunden haben, so könnte der Besitzer schnell aufgespürt werden. Sollte er jedoch die EXIF-Daten manipuliert haben, wäre eine Verfolgung durch die Polizei nur schwer möglich.

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