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EU plant neues Kartellverfahren gegen Google

01.08.2014 | 05:17 Uhr |

Google gerät erneut ins Visier der EU-Kartellwächter. Die Wettbewerbshüter könnten in diesem Jahr ein neues Verfahren gegen den Suchmaschinen-Riesen einleiten.

Nachdem die vier Jahre andauernden Ermittlungen der EU-Wettbewerbshüter bezüglich Googles Suchmaschinen-Praktiken sowohl europäische Politiker als auch die Konkurrenten unbefriedigt zurückgelassen haben, könnte dem Konzern im November ein neues Kartellverfahren drohen. Dann übernimmt in Brüssel ein neuer Chef-Kartellwächter das Ruder.

Wie die Nachrichtenagentur aus gut informierten Kreisen erfahren haben will, werde in Brüssel gerade der Grundstein für neue Ermittlungen gelegt. Dieses Mal geht es nicht um Googles Suchmaschine, sondern um die Frage, ob der US-Konzern die 80 Prozent Marktanteil, die Android für sich beanspruchen kann, für wettbewerbswidrige Praktiken nutzt.

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Den Angaben zufolge hat die Kommission in den vergangenen Wochen bereits Fragebögen an unterschiedliche Firmen verschickt, die weitaus umfangreicher sein sollen, als die Befragungen in 2011 und 2013. Die Kartellbehörde will dabei unter anderem wissen, ob Google seinen Hardware-Partnern die Installation von konkurrierender Software untersagt. Noch bis September haben die Unternehmen Zeit, die über 40 Fragen zu beantworten. Die Antworten werden dann darüber entscheiden, ob Brüssel ein neues Kartellverfahren gegen Google einleitet oder nicht.

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