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EU fordert einheitliche Regelungen für eCall

28.02.2014 | 05:58 Uhr |

Das eCall-Notrufsystem könnte ab 2015 serienmäßig bei allen PKWs und leichten Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen.

In einigen Fahrzeugen, wie etwa der Mercedes E-Klasse, kommt das Notrufsystem eCall bereits zum Einsatz und soll in den ersten Minuten nach dem Unfall wichtige Hilfestellungen leisten. So wählt der digitale Rettungsassistent bei einem schweren Zusammenstoß automatisch die 112 und übermittelt dabei den genauen Standort des Fahrzeugs – bei einem Autobahn-Unfall auch die Fahrtrichtung. Der verunfallte Fahrer bekommt zudem eine Verbindung zur Leitstelle. Auf Wunsch kann der Notruf auch manuell per Knopfdruck ausgelöst werden.

Mit entsprechenden EU-Vorgaben könnte eCall vom Aufpreis-Extra bald zur lebensrettenden Pflicht für Autobauer werden. Im Herbst sollen im Europaparlament entsprechende Gespräche mit den EU-Staaten beginnen. Das Ziel: eCall soll ab 2015 serienmäßig in allen PKWs und in leichte Nutzfahrzeuge integriert werden.

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Während Kunden bei Mercedes für die eCall-Integration aktuell rund 3.000 Euro berappen müssen, könnte ein serienmäßiger Einsatz der Technologie für drastisch reduzierte Anschaffungskosten sorgen. Das eCall-System würde laut der EU so nur noch 100 Euro pro Fahrzeug kosten. Bei der geplanten Umsetzung dieses Vorhabens bis 2015 sind jedoch noch einige technische Hürden, wie etwa die Ausstattung der Leitstellung und die Vereinheitlichung der Services, zu überwinden. Sollte sich eCall serienmäßig durchsetzen, könnten jährlich geschätzte 2.500 Menschenleben in Europa gerettet werden.

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