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EU verschiebt Verfahren gegen Microsoft

18.07.2001 | 11:53 Uhr |

Microsoft gewinnt Zeit. EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Stern" die Entscheidung über ein Wettbewerbsverfahren gegen den Software-Riesen Microsoft vertagt.

Microsoft gewinnt Zeit. EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Stern" die Entscheidung über ein Wettbewerbsverfahren gegen den Software-Riesen Microsoft vertagt.

Monti wolle nach Angaben von Mitarbeitern erst "gegen Ende des Jahres" entscheiden, ob dem US-Konzern Beschwerdepunkte zugestellt werden, obwohl sie bereits im Entwurf vorliegen. Beamte der Brüsseler Wettbewerbsbehörde hätten Belege dafür gefunden, dass Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows 2000 gegen Wettbewerbsrecht verstößt, berichtete das Hamburger Magazin. Noch im März hatte Monti angekündigt, er werde zügig entscheiden.

Die EU-Wettbewerbshüter prüfen Beschwerden über eine mögliche Verletzung des EU-Wettbewerbsrechts von Microsoft nach der Markteinführung von Windows 2000. Kleine und mittlere Unternehmen der Branche hatten Microsoft vorgeworfen, die führende Rolle im Markt der PC-Betriebssysteme ausnutzen, um sich Wettbewerbsvorteile auch im Markt der Server-Betriebssysteme zu verschaffen.

Microsoft: Klagefront bröckelt (PC-WELT Online, 13.07.2001)

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