118344

EU verklagt Deutschland wegen Call-by-Call-Verzögerung

06.12.2002 | 14:54 Uhr |

Die Bundesregierung bekommt erneut Ärger mit Brüssel. Diesmal jedoch nicht wegen eines Verstoßes gegen die Stabilitätskritieren des Maastricht Vertrags, sondern weil sich die Einführung von Call-by-Call für Ortsgespräche verzögert.

Die Bundesregierung bekommt erneut Ärger mit Brüssel. Diesmal jedoch nicht wegen eines Verstoßes gegen die Stabilitätskritieren des Maastricht Vertrags, sondern weil sich die Einführung von Call-by-Call für Ortsgespräche verzögert, wie die Computerwoche berichtet.

Wegen der Verzögerungen beim so genannten Call-by-Call für Ortsgespräche hat die EU-Kommission die Bundesregierung vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Die RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) hat vergangene Woche die Verpflichtung zur Einführung der Betreibervorauswahl im Ortsnetz bis zum 28. Februar 2003 ausgesetzt. Ursprünglich sollte der Zugriff auf Call-by-Call-Nummern für das Ortsnetz bereits ab Dezember dieses Jahres möglich sein, wie es die europäischen Regelungen zur Liberalisierung des Marktes für Telekommunikation vorsehen.

Grund für die Verzögerungen in Deutschland sind laut RegTP technische Probleme. Die Telekom teile die Einschätzung, dass man zu wenig Zeit habe, die gesetzlichen Anforderungen umzusetzen.

Weiter warten auf günstigere Ortsgespräche (PC-WELT Online, 25.11.2002)

Spart Call-by-Call im Ortsnetz wirklich Geld? (PC-WELT Online, 13.09.2002)

0 Kommentare zu diesem Artikel
118344