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EU verfolgt Pläne für Fluggast-Überwachung weiter

13.02.2015 | 17:03 Uhr |

Die Europäische Union könnte Ende 2015 ein europaweites System zur Fluggast-Überwachung einführen.

Wie die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bei einem formalen Treffen zum Thema Terrorismus in dieser Woche bekannt gaben, soll die Pläne für die Einführung eines europaweiten Überwachungssystems für Fluggäste weitergeführt werden. Der Startschuss könnte bereits Ende des Jahres fallen.

Die Pläne sehen vor, nationale Datenbanken mit so genannten Passagier-Namensakten anzulegen. Fluglinien müssten dafür persönliche Daten, die bei der Reservierung und dem Check-in anfallen, an die Behörden des jeweiligen Landes weiterleiten. Zu diesen Daten sollen unter anderem Kontaktdaten und der Reiseverlauf zählen. Die Informationen würden dann von den Landesbehörden analysiert und gegebenenfalls an Behörden anderer Länder weitergeleitet werden.

Großbritannien hat bereits Passagier-Namensakten. In vielen anderen europäischen Ländern wurden entsprechende Datenbanken jedoch noch nicht angelegt. Es fehlt weiterhin die Infrastruktur, um die gesammelten Daten zu teilen. Aus diesem Grund wollen die Staats- und Regierungschefs nun eine Vereinbarung ausarbeiten , mit der Personendaten von Fluggästen in der Europäischen Union gesammelt und weitergeleitet werden dürfen. Laut EU-Ratspräsident Donald Tusk wolle man dabei vor allem auch auf den Datenschutz achten.

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