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EU nimmt Intel ins Visier

06.04.2001 | 14:41 Uhr |

Die EU-Wettbewerbshüter untersuchen das Marktverhalten des US-Chipgiganten Intel. Ein formelles Wettbewerbs-Verfahren wegen mutmaßlicher Ausnützung einer marktbeherrschenden Stellung sei aber bisher nicht eröffnet worden, meinte die Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Freitag in Brüssel.

Die EU-Wettbewerbshüter untersuchen das Marktverhalten des US-Chipgiganten Intel. Ein formelles Wettbewerbs-Verfahren wegen mutmaßlicher Ausnützung einer marktbeherrschenden Stellung sei aber bisher nicht eröffnet worden, meinte die Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Freitag in Brüssel.

Brüssel untersucht bereits Antworten Intels in dieser Sache. Es geht um angeblich unerlaubte Marketingpraktiken für Windows-geeignete Mikroprozessoren.

Die Monti-Behörde schickte bereits Fragenbögen an Hersteller von Personalcomputern und Einzelhändler, um die Praktiken von Intel zu überprüfen.

"Die Untersuchung ist in einer sehr frühen Phase", so die Sprecherin. Das Ausnützen einer dominanten Marktposition - mit beispielsweise überhöhten Preisen - ist in der EU verboten.

Falls ein Verfahren eröffnet werden sollte und die Kommission entsprechende Beweise vorlegt, drohen in solchen Fällen hohe Bußgelder. Sie können bis zu zehn Prozent eines Unternehmens-Jahresumsatzes ausmachen. Im Jahr 2000 hat Intel einen Umsatz von 33,7 Milliarden Dollar (zirka 73 Milliarden Mark) erwirtschaftet. (PC-WELT, 06.04.2001, dpa/ pk)

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